Als im April 1992 der Krieg beginnt, ist Tijan Sila nur zehn Jahre alt, doch bis heute kann er sich an den Geruch von gezündetem Sprengstoff erinnern. Während Sarajevo in Flammen steht, wird aus dem Jungen, der er damals war, ein junger Mann. Er streift durch die Ruinen der ausgebombten Stadt und sammelt Dinge, die von den Geflohenen und Gestorbenen zurückgeblieben sind, um sie auf dem Schwarzmarkt gegen Essen zu tauschen. Er lernt zu überleben, und er akzeptiert die grausame neue Normalität, doch zu welchem Preis?
2017 erscheint erster Roman.
Tijan Sila, geboren 1981 in Sarajevo, kam 1994 als Kriegsflüchtling nach Deutschland. Er studierte Germanistik und Anglistik in Heidelberg. 2017 erschien sein erster Roman „Tierchen Unlimited". 2018 folgte „Die Fahne der Wünsche", 2021 „Krach". Zuletzt erschien sein autobiographisches Buch „Radio Sarajevo" (2023) bei Hanser Berlin. Darüber hinaus veröffentlichte er Essays in der ZEIT, der TAZ und dem FREITAG. 2024 erhielt er den Ingeborg-Bachmann-Preis. Tijan Sila lebt in KL.
Info.
Für die Lesung ist eine Anmeldung erwünscht. Dies ist möglich während der regulären Öffnungszeiten der Bibliothek telefonisch unter 06341 134320 oder persönlich oder per E-Mail an stadtbibliothek@landau.de. Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 6 Euro.
Beginn der Lesung in der Einrichtung am Heinrich-Heine-Platz 10 ist um 19 Uhr; der Einlass startet ab 18:40 Uhr. Text. sp.