05.03.2025. Equal Pay Day. Vortrag & Aktionstag.

Am Freitag ist Equal Pay Day. Bereits morgen Donnerstag hält Christine Baumann dazu einen Vortrag im Kreishaus SÜW.

LD. SÜW. Anlässlich des Equal Pay Days bieten die Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises SÜW und der Stadt LD eine Veranstaltung an, den Vortrag „Wege in die Altersarmut, Wege aus der Armut – Ist Frausein ein Armutsrisiko im Alter?“ von Christine Baumann. Der Vortrag ist am morgigen Donnerstag, 6. März, 19 Uhr, im Casino der Kreisverwaltung SÜW, An der Kreuzmühle 2, in LD. Am Freitag dann ist Aktionstag.

Lesezeit: 01:44 Minuten

In ihrem Vortrag mit anschließendem Austausch gibt Christine Baumann, ehemalige Lehrerin, Stadträtin, Mitglied des rheinland-pfälzischen Landtages und Vorsitzende des Vereins Silberstreif Antworten. Der Eintritt ist frei, um eine Spende für Silberstreif wird gebeten. Anmeldung per E-Mail an frauenbuero@remove-this.suedliche-weinstrasse.de.

Zum Aktionstag.

Dieses Jahr ist der Equal Pay Day am 7. März. Dieses Datum kennzeichnet symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen in Deutschland statistisch gesehen umsonst arbeiten, während Männer schon ab dem 1. Januar bezahlt werden. Er markiert symbolisch den Gender Pay Gap, die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern. Sie betrug 2023 in Deutschland 18 Prozent. Im Jahr 2024 ist diese Lücke um zwei Prozent kleiner geworden. „Das sind sehr gute Nachrichten hinsichtlich gleicher Bezahlung von Frauen und Männer, die 16 Prozent zeigen aber auch: Wir können uns noch lange nicht zurücklehnen“, so die Gleichstellungsbeauftragten Isabelle Stähle (Kreis SÜW) und Laura Hess (LD).

Die Gründe für die Unterschiede im Lohn sind vielfältig und komplex. Zum einen sind es die schlechter bezahlten Branchen, in denen überwiegend Frauen tätig sind. Zum anderen ist es der Erwerbsumfang. Frauen arbeiten oft in Teilzeit. „Nicht weil sie sich mit dem Rest der Zeit ein schönes Leben machen, sondern häufig deswegen, weil sie unbezahlte Sorgearbeit rund um Familie und Haushalt, sogenannte Carearbeit, leisten“, erklären die Beauftragten. „Sie tun das für die Familie und tragen so zum Fortbestand der Gesellschaft bei. In der Folge minimieren sich allerdings in vielen Fällen die Karrierechancen.“

Auswirkungen auf die Rente.

Der Gender Pay Gap wirkt sich auch auf das Alter aus, also die Rente der Frauen. Das wird mit dem Begriff Gender Pension Gap benannt. Im Jahr 2023 lag dieser bei 27,2 Prozent. Das bedeutet, dass Frauen mehr als ein Viertel weniger an Alterseinkünften hatten als Männer. Werden nur die eigenen Rentenansprüche berücksichtigt, also die Hinterbliebenenrente ausgeklammert, so liegt der Gender Pension Gap sogar bei 39,4 Prozent.

Im Netz.
Das Programm.

www.suedliche-weinstrasse.de/veranstaltungen-gleichstellung und unter www.landau.de/gleichstellung.

Die Equal Pay Day-Flagge. Archivfoto. KV. SÜW. Frei.

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