Da der Landkreis GER überwiegend über flaches Gelände verfügt, wurde bewusst ein Übungsort im benachbarten Pfälzer Wald gewählt. Gastgeber war die Feuerwehr Annweiler-Gräfenhausen, die zwei anspruchsvolle Einsatzlagen vorbereitet hatte.
Übung 1. Brand auf einem Felsen.
Im ersten Szenario wurde ein Brand auf einem Felsen nahe des „Parkplatzes am Zwiesel“ entlang der B 48 simuliert. Die Einsatzkräfte führten einen Löschangriff von zwei Seiten durch und arbeiteten sich dabei jeweils von unten nach oben vor. Schläuche und Ausrüstung mussten unter erschwerten Bedingungen mit Seilen und Schleifkorbtragen in das Gelände gebracht und gegen Abrutschen gesichert werden. Zum Einsatz kam dabei auch ein ferngesteuertes Raupenfahrzeug der Feuerwehr Schwegenheim, das den Materialtransport im unwegsamen Gelände erheblich erleichterte.
Übung 2. Paralle Löschangriffe.
Das zweite Szenario fand im Bereich der „Fischerhütte am Kaltenbach“ statt. Hier wurde zunächst eine Wasserentnahme aus dem Kaltenbach aufgebaut und über einen Wirtschaftsweg in den Hang gefördert. Zwei parallele Löschangriffe wurden eingerichtet, unterstützt durch ein geländegängiges Tanklöschfahrzeug als Verstärkerpumpe. Beide Übungslagen wurden jeweils innerhalb von rund zwei Stunden erfolgreich abgearbeitet. Aufgrund der hohen Temperaturen wurde die Übung mit sogenannter Marscherleichterung durchgeführt, also mit reduzierter persönlicher Schutzausrüstung, um die Belastung für die Einsatzkräfte zu minimieren.
Begleitet wurde die Übung unter anderem durch den Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) des Landkreises Germersheim, Christian Betzel, sowie dessen Stellvertreter, Mario Schmid, den BKI des Landkreises SÜW, Jens Thiele, sowie Vertretungen der örtlichen Feuerwehren und Führungskräften des Katastrophenschutz-Zuges.
Fazit. „Gerade Einsätze in steilem Gelände stellen besondere Anforderungen an Mensch und Material. Umso wichtiger ist es, solche Lagen regelmäßig unter realistischen Bedingungen zu trainieren. Die Zusammenarbeit der beteiligten Einheiten hat sehr gut funktioniert.“ So BKI Christian Betzel.
Info.
Der Katastrophenschutz-Zug des Landkreises GER gliedert sich in die Module Führung, Brandbekämpfung, Wasserförderung und Wassertransport. Im Modul Brandbekämpfung wirken die Feuerwehren Bellheim, Jockgrim, Lustadt, Ottersheim, Rheinzabern, Scheibenhardt und Steinweiler zusammen. Text. sp. Foto. KV. GER. Frei.