Der ursprüngliche Zweck des Denkmals war ein besonderer. Der „Feldgraue“ wurde im Ersten Weltkrieg mit gestifteten Nägeln beschlagen, um Mittel für die Kriegsfürsorge und die Kriegswohlfahrt zu sammeln. Wer damals spenden wollte, konnte einen Nagel erwerben und in die Figur schlagen. Ursprünglich stand die Skulptur auf dem Platz vor der Stiftskirche. Entworfen worden war der „Feldgraue“ von Architekt Arndt Hartung und Bildhauer Philipp Jacob Behret.
In den vergangenen Monaten bekam die historische Figur jedoch sichtbare Schäden. Der rechte Nasenflügel war abgefallen, und auch an der Malschicht von Nasenrücken und -spitze zeigten sich kleine Makel. Das Team des Stadtmuseums beauftragte damit Diplom-Restauratorin Judith Vogl aus NW.
Die Restaurierung umfasste das Anfertigen, Anpassen und Befestigen einer neuen Ergänzung aus Holz, eine Grundierung sowie eine feine farbliche Anpassung an die ursprüngliche Fassung der Skulptur. Dank der präzisen und behutsamen Arbeit der Restauratorin präsentiert sich der „Feldgraue“ nun wieder so eindrucksvoll wie einst.
Besucher des Museums sind eingeladen, neben der spannenden Innenausstellung zur LDer Stadtgeschichte auch die kleine Ausstellung im Innenhof der Maximilianstraße 7 zu besichtigen. Dort, wo der imposante „Feldgraue“ seinen Platz gefunden hat. Text. sp.