14.02.2025. Sonderausstellung. Zum Luftangriff.

Das Luftbild vom 15. März 1945 dokumentiert das Ausmaß der Zerstörungen der PSer Innenstadt. Als Orientierung innerhalb der Aufnahme dient die ausgebombte katholische Pfarrkirche St. Pirmin. Foto. Stadtarchiv. PS. Frei.

PS. Die Stadt PS erinnert mit einer Sonderausstellung im Museum Altes Rathaus an die Bombardierung von vor 80 Jahren. Wenige Monate vor Ende des Zweiten Weltkrieges erlebte die Siebenhügelstadt am 15. März 1945 einen verheerenden Luftangriff, der tiefe Spuren hinterlassen hat.

Lesezeit: 01:53 Minuten

Ab Freitag, 21. Februar, geben Fotografien und Archivalien Einblick in die Geschehnisse und Auswirkungen dieses schicksalhaften Tages.

Die Ausstellung beginnt mit einem Rückblick auf den ersten großen Luftangriff 1944, der einen Wendepunkt im Kriegsgeschehen darstellte. Die Stadt wurde massiv bombardiert, was zu großen Zerstörungen führte. Im Zentrum der Schau steht allerdings der zweite Luftangriff vom 15. März 1945, als die Siebenhügelstadt erneut und in noch größerem Ausmaß von Bomben getroffen wurde.

Bericht der US-Armee.

Die Besucher erwartet eine Vielzahl an historischen Materialien, darunter großformatige Luftaufnahmen der zerstörten Stadt, Pläne der Schäden sowie Originalobjekte aus der Zeit. Eine weitere Besonderheit ist der archivierte Bericht der US-Armee, der die Ereignisse aus Perspektive der Angreifer beleuchtet. Die Dokumente geben Aufschluss über die genaue Anzahl und Art der Bomben sowie über den Verlauf der Bombardierung.

Rund 2000 Bomben abgeworfen.

Neben 946 Mehrzweckbomben wurden 711 Brandbomben und 332 Splitterbomben abgeworfen, die zu schweren Beschädigungen bis zur vollkommenen Zerstörung von Gebäuden führten. Mehr als 600 Menschen verloren ihren Leben, 388 wurden verletzt. Von den rund 14.000 Wohnungen in PS waren am Ende des Krieges nur noch 3588 unbeschädigt. Mehr als 5500 Wohnungen waren gänzlich zerstört und unbewohnbar. Auch zahlreiche historisch bedeutsame Gebäude fielen den Bomben zum Opfer.

Vortrag. Schrecken eines Krieges.

Im Rahmen der Sonderausstellung hält Stadtarchiv-Mitarbeiter Norman Salzmann am Montag, 24. Februar, beim Historischen Verein Pirmasens im Carolinensaal einen Vortrag halten, der unter dem Titel „Verwischte Spuren – die Schrecken des Krieges“ steht. Beginn ist um 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei. Der Vortrag wird von zahlreichen historischen Informationen und Bildern begleitet, die detailliert die Schäden nach dem Angriff dokumentieren. Diese einzigartigen Quellen geben einen anschaulichen Einblick in das Ausmaß der Zerstörungen und die Auswirkungen auf die Bevölkerung.

Die Ausstellung.
Öffnungszeiten.

Die neue Sonderausstellung „80 Jahre Luftangriff auf PS“ wird ab Freitag, 21. Februar, im Stadtmuseum Altes Rathaus, Hauptstraße 2, gezeigt. Die Einrichtung ist jeweils dienstags bis sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Die Schau ist bis einschließlich 11. Mai zu sehen. Der Eintritt für Erwachsene beträgt 2,50 Euro, Kinder und Schüler haben in Begleitung Erwachsener freien Eintritt. Die Tickets berechtigen außerdem zum Besuch der Dauerausstellung „Wald, Schloss, Schuh – die Geschichte der Siebenhügelstadt Pirmasens“ sowie des Scherenschnittkabinetts der Papierkünstlerin Elisabeth Emmler. Text. sp.

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