Das Stück, geschrieben von Peter Roos, beleuchtet die Grauenherrschaft des pfälzischen Gauleiters Josef Bürckel aus ungewöhnlicher Perspektive. Seine Frau Hilde spricht über den Mann, der die Deportation von 6.538 Juden zu verantworten hatte und als angeblicher Erfinder der Deutschen Weinstraße gilt.
Davor findet um 18 Uhr in der Oberen Hauptstraße 18 eine Gedenkfeier zu den Novemberpogromen statt. Um 19 Uhr gibt die Regisseurin von „Bürckel!“, Susanne Schmelcher, eine kostenlose Einführung zum Stück in der Probebühne.
Der pfälzische Gauleiter Josef Bürckel war als einer der mächtigsten Funktionäre des Nationalsozialismus ab 1926 Gauleiter der Saarpfalz. Hitler, mit dem er in direktem Kontakt stand und dem er bedingungslos ergeben war, ernannte ihn später auch zum Reichskomissar für die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Reich. 1939 und 1940 war er Gauleiter in Wien, wo er zusammen mit Adolf Eichmann die Massendeportationen der Wiener Juden organisierte. 1940 war Bürckel maßgeblich verantwortlich für die Deportation von Juden aus Baden und der Saarpfalz ins französische Internierungslager Gurs.
Bürckel starb 1944 in NW. Bis heute gilt er als eine schillernde Figur der NS-Führungselite, in weiten Teilen der Pfalz blieb er lange Zeit geachtet wegen seiner legendären Jovialität und wegen der Beibehaltung seines pfälzischen
Dialekts. Text. sp. Foto. PR. Pressefrei.
Tickets.
Karten zu 20 Euro (ermäßigt 13 Euro) können unter www.chawwerusch.de und bei allen Reservix-Vorverkaufsstellen erworben werden.