Mit einer Laudatio führt Birgit Weindl bei der Vernissage am 30. März um 11 Uhr in die Ausstellung mit Krautkremers Werken ein. Die Auseinandersetzung mit Spuren der Veränderung und Auflösung durch Zeit, Natur und menschliche Eingriffe ist der inhaltliche Schwerpunkt der künstlerischen Arbeit von Ute Krautkremer.
Von Spuren des Wachsens und ständiger Wandlung.
Ihre Arbeiten reflektieren das Aufeinandertreffen von Spuren des Wachsens und des Verfalls und das Verhältnis von Natur und Artefakten. Sie verweisen auf die Fragilität der Existenz als Prozess ständiger Wandlung.
„In der Ausstellung ´strange connections` in der Kreisgalerie zeige ich Papierobjekte aus verschiedenen Werkphasen der letzten zehn Jahre, in denen ich vermehrt installativ gearbeitet habe“, gibt Krautkremer einen Ausblick.
Außerhalb gewohnter Erfahrung.
Befremdliche Verbindungen lassen sich bei allen Arbeiten finden. Ob als kontrastierende Materialien, verfremdende Farben oder als ungewöhnliche Perspektiven und Formen, die nicht in den ursprünglichen Zusammenhang zu passen scheinen, zeigen sie die Dinge außerhalb ihrer gewohnten Erfahrung und sensibilisieren damit unsere Wahrnehmung.
Abgeformte Zweige werden mit linearen, geometrischen Elementen zu neuen Einheiten arrangiert. So ergeben sich naturhaft wirkende Gefüge, die sich wie eine Zeichnung in den Raum erstrecken. Öffnungen und Risse gewähren Einblicke und verweisen auf den hüllenhaften Charakter und die künstliche Beschaffenheit dieser Formen. Das natürlich Gewachsene bleibt erahnbar, tritt aber in den Hintergrund macht neuer Bedeutung Platz. Die Gebilde wirken fremd und dennoch lassen sich immer wieder vertraute Verknüpfungen herstellen.
Die Objekte entstehen durch eine spezielle Abgusstechnik mit Papier. Damit werden die Oberflächen und Strukturen vorgefundener Gegenstände und Naturrelikte in Papierformen manifestiert und transformiert, beschreibt die Künstlerin ihre Arbeitsweise. Sie verändert, reduziert und arrangiert. Text. sp. Foto. Ute Kratukremer. Frei.