„Wenn wir nicht handeln, kann das Methangas durch die Oberflächenabdeckung des Deponiekörpers in die Atmosphäre entweichen und zur Erderwärmung beitragen. Dabei wirkt sich Methangas um ein Vielfaches stärker aus als das ebenfalls problematische und bekanntere CO-2. Um dies zu verhindern, wird das Gas über im Deponiekörper verlegte Leitungen abgesaugt und verbrannt“, erläutert EWW-Werkleiter Rolf Mäckel das geplante Vorgehen.
Landrat Dietmar Seefeldt: „Die Schwachgasanlage ist deshalb eine praktikable Möglichkeit, gerade auch vor dem Hintergrund des Umweltschutzes, die schädlichen Auswirkungen des entstehenden Methangases durch Verbrennen zu minimieren.“
Der Werkausschuss hat den Auftrag zum Bau der Schwachgasanlage einstimmig an die Firma Göbel Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG aus Neumünster vergeben, die bereits auf der Deponie Heuchelheim-Klingen für den EWW tätig ist und eine Kooperation mit der Firma TDL Energie, ebenfalls Neumünster, eingegangen ist. TDL betreibt die Umkehr-Osmoseanlage in Heuchelheim-Klingen, die die Deponiesickerwässer reinigt. Für die Erd-, Beton- und Stahlbetonarbeiten wird die Firma Sarter Bau GmbH aus Gossersweiler-Stein beauftragt.
Die Kosten.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf voraussichtlich rund 677.000 Euro ohne Wartungskosten. Für die Baukosten hat der EWW bereits im vergangenen Jahr eine Förderzusage des Bundes aus Mitteln des Klima- und Transformationsfonds in Höhe von rund 329.000 Euro erhalten. Text. sp.