19.06.2026 - Abschöpfen. Abgase aus Deponie.

Eine Schwachgasanlage wird auf der ehemaligen Hausmülldeponie Edesheim errichtet werden, hier ein Foto von einer Komponente der bereits bestehenden Anlage auf der früheren Deponie in Heuchelheim. Foto. KV. SÜW. Frei.

EDESHEIM. Weil im Deponiekörper der abgedeckten Altdeponie Edesheim auch Jahre nach deren Stilllegung noch Methangase entstehen, hat der Werkausschuss des Eigenbetriebs Wertstoff-Wirtschaft SÜW (EWW) geplant, dort eine Schwachgasanlage (SGA) zu errichten und zu betreiben. Mit einer solchen Anlage können die Gase umweltschonend beseitigt werden. Ähnlich wie bei der Hausmülldeponie Heuchelheim-Klingen. In seiner jüngsten Sitzung hat der EWW-Werkausschuss beschlossen, ein Unternehmen aus Neumünster mit dem Bau der Anlage zu beauftragen.

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„Wenn wir nicht handeln, kann das Methangas durch die Oberflächenabdeckung des Deponiekörpers in die Atmosphäre entweichen und zur Erderwärmung beitragen. Dabei wirkt sich Methangas um ein Vielfaches stärker aus als das ebenfalls problematische und bekanntere CO-2. Um dies zu verhindern, wird das Gas über im Deponiekörper verlegte Leitungen abgesaugt und verbrannt“, erläutert EWW-Werkleiter Rolf Mäckel das geplante Vorgehen.

Landrat Dietmar Seefeldt: „Die Schwachgasanlage ist deshalb eine praktikable Möglichkeit, gerade auch vor dem Hintergrund des Umweltschutzes, die schädlichen Auswirkungen des entstehenden Methangases durch Verbrennen zu minimieren.“

Der Werkausschuss hat den Auftrag zum Bau der Schwachgasanlage einstimmig an die Firma Göbel Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG aus Neumünster vergeben, die bereits auf der Deponie Heuchelheim-Klingen für den EWW tätig ist und eine Kooperation mit der Firma TDL Energie, ebenfalls Neumünster, eingegangen ist. TDL betreibt die Umkehr-Osmoseanlage in Heuchelheim-Klingen, die die Deponiesickerwässer reinigt. Für die Erd-, Beton- und Stahlbetonarbeiten wird die Firma Sarter Bau GmbH aus Gossersweiler-Stein beauftragt.

Die Kosten.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf voraussichtlich rund 677.000 Euro ohne Wartungskosten. Für die Baukosten hat der EWW bereits im vergangenen Jahr eine Förderzusage des Bundes aus Mitteln des Klima- und Transformationsfonds in Höhe von rund 329.000 Euro erhalten. Text. sp.

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