19.06.2026 - Neu aufstellen. Medizinischer Katastrophenschutz.

Von links. Christian Betzel (BKI), Karl Dieter Wünstel (Kreisbeauftragter Malteser Hilfsdienst), Sascha Neff (Vorsitzender DLRG Wörth), Andreas Back (Präsident DLRG Rheinland-Pfalz), Martin Brandl (Landrat Kreis Germersheim), Mario Schmid (Stellvertretender BKI), Patrick Trauth (Ortsbeauftragter Malteser Hilfedienst Hatzenbühl), Heiner Butz (Vizepräsident DRK), Dr. Fritz Brechtel (Präsident DRK). Foto. KV. GER. gb. Frei.

GER. Die Anforderungen an den Katastrophenschutz sind gewachsen. Eine seit Herbst vergangenen Jahres neu in Kraft getretene Katastrophenschutzverordnung stellt erhöhte Anforderungen an die Einsatzkräfte im Landkreis GER. Davon betroffen sind insbesondere die Einheiten des medizinischen Katastrophenschutzes. 

Lesezeit: 01:19 Minuten

Die Kreisverwaltung GER hat dies zum Anlass genommen, die ohnehin erneuerungswürdigen und teilweise bereits gekündigten Verträge grundlegend neu aufzusetzen. In enger und konstruktiver Kooperation mit den mitwirkenden Hilfsorganisationen im Kreis ist dies nun gelungen. Mit der neuen Struktur geht auch eine namentliche Modernisierung einher. Die bisherigen Schnelleinsatzgruppen (SEGen) gehören der Vergangenheit an. Zukünftig wird im Landkreis Germersheim von sogenannten „Katastrophenschutzmodulen“ gesprochen.

GER-Landrat Martin Brandl betont die Notwendigkeit der Anpassungen. „Der Schutz unserer Bevölkerung hat oberste Priorität. Die Krisen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass wir nur mit klaren, zeitgemäßen Strukturen und stark spezialisierten Einheiten optimal vorbereitet sind. Dass wir die neuen Verträge so zügig und partnerschaftlich mit unseren Hilfsorganisationen ausarbeiten konnten, beweist einmal mehr das hervorragende Miteinander in unserem lokalen Rettungs- und Sicherheitsnetzwerk. Mit den neuen Katastrophenschutzmodulen stellen wir die medizinische Versorgung im Ernstfall auf ein rechtssicheres und zukunftsfähiges Fundament.“

Die Neuaufstellung.

Folgende Module werden vor Ort neu aufgestellt und von den bewährten Hilfsorganisationen getragen.

Katastrophenschutzmodul Führungsunterstützung (Malteser Hilfsdienst)

Katastrophenschutzmodul Betreuung (Deutsches Rotes Kreuz)

Katastrophenschutzmodul Sanitätsdienst (Deutsches Rotes Kreuz)

Katastrophenschutzmodul Verpflegung (Malteser Hilfsdienst)

Katastrophenschutzmodul PSNV (Psychosoziale Notfallversorgung / Deutsches Rotes Kreuz)

Katastrophenschutzmodul Wasserrettung (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft / DLRG)


Meilenstein für operative Arbeit.

Auch Christian Betzel, Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) des Landkreises GER, sieht in der Umstellung einen wichtigen Meilenstein für die operative Arbeit: „Durch die neue Verordnung verändern sich auch die taktischen Rahmenbedingungen für unsere Einheiten. Die Transformation von den klassischen SEGen hin zu den neuen, modular aufgebauten Facheinheiten schärft das Profil jeder einzelnen Organisation.“ Text. sp.

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