Wenn wir den Wasserhahn aufdrehen und das Wasser wie gewohnt herausrauscht, ist das für uns alle selbstverständlich. Doch wird das Thema „krisenfeste Wasserversorgung“ im Hinblick auf Extremwetterereignisse oder andere mögliche vorübergehende Versorgungsengpässe einzelner Versorger immer wichtiger. Die Wasserversorgungssicherheit entlang der Rheinschiene kann durch eine leistungsstarke Verbundleitung zwischen den Wasserversorgern Stadtwerke GER und des Zweckverbandes für Wasserversorgung „GERer Südgruppe“ massiv verbessert werden.
90.000 Bürger sicher versorgen.
Durch diesen Brückenschluss ist es sogar möglich, Wasser aus den benachbarten Wasserwerken des Zweckverbandes für Wasserversorgung „GERer Nordgruppe“ (Lingenfeld) oder SP entlang der Rheinschiene bis nach Wörth zu transportieren. Das ist das große Ziel von GERs Bürgermeister Marcus Schaile, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke GER, und Karl Dieter Wünstel, Bürgermeister der VG Jockgrim und Vorsteher des Wasserzweckverbandes „GERer Südgruppe“, die nun zu einem Vor-Ort-Termin im GERer Stadthaus zusammenkamen. Beide projektieren einen Austausch der beiden Wasserversorger, die in ihren Einzugsgebieten insgesamt 90.000 Einwohner mit Trinkwasser beliefern. Begleitet wurde dieser Planungsprozess durch Dr. Christian Jestrabek, Amtsarzt des Gesundheitsamtes GER.
Im Fall der Fälle. Für Jahrundert-Hochwasser rüsten.
„Es besteht wahrlich kein Grund zur Sorge, aber natürlich könnte die Rheinschiene durch ein Jahrhundert-Hochwasser gefährdet werden. Wir denken voraus und wollen vorbeugend agieren, indem wir eine komplett sanierte Verbundleitung zwischen Jockgrim und GER Ende Juli 2025 ertüchtigen wollen“, erklärt das GERer Stadtoberhaupt. „Es geht uns um Risikominimierung und darum, die Versorgungssicherheit noch zu erhöhen.“ Sein Amtskollege Wünstel ergänzt. „Wir investieren in die große Leitung, die wir im Juli in Betrieb nehmen wollen, damit die Versorgungssicherheit in unserer Region weiter wächst. Wenn die Leitung ans Netz geht, ist erstmalig eine lückenlose Wasserversorgung von Speyer bis nach Wörth gewährleistet.“ Text. sp.