Ermöglicht werden sie durch die EU-Förderung aus dem PAMINA-Kleinprojektefonds. Bisher wurde die Förderung für sieben Projekte bewilligt. Weitere Mittel aus dem Interreg VI A Oberrhein Programm stehen bis Anfang 2029 zur Verfügung. Zeit für eine erste Zwischenbilanz.
Die Rahmenbedingungen der Förderung.
Beim PAMINA-Kleinprojektefonds können Träger grenzüberschreitender Begegnungsprojekte eine Förderung aus dem europäischen INTERREG-Oberrhein-Programm beantragen. Der Aufruf gilt von September 2024 bis März 2029 und richtet sich an zivilgesellschaftliche Initiativen in den Themenbereichen Jugend, Sport, Kultur und nachhaltige Entwicklung.
Über den gesamten Zeitraum stehen 600.000 Euro an EU-Mitteln für die Kleinprojekte zur Verfügung. Die Höhe der Förderung entspricht 60 Prozent des Gesamtbudgets des jeweiligen Kleinprojekts, wobei dieses zwischen 5.000 und 65.000 Euro betragen darf.
Erste Aktionen umgesetzt.
Im Rahmen der bisher geförderten Projekte wurden bereits zahlreiche Aktionen umgesetzt. So machte die „Mobile Ausstellung zum Thema Lebensraum Rhein" den ganzen Sommer über pädagogische Materialien für Jung und Alt direkt in den Rheinauen deutschen und französischen Besuchern zugänglich und zwar nachhaltig mit dem Lastenrad.
Der Träger dieses Projektes, das Maison de la nature du delta de la Sauer et d'Alsace du Nord, organisierte darüber hinaus im Oktober und November das deutsch-französische Naturfotofestival im Rahmen eines weiteren Kleinprojektes. In Rastatt, Weißenburg und KA konnten mehr als 2.000 Menschen beeindruckende Naturfotografien von Fotografen aus der Region und darüber hinaus bewundern. Eine Veranstaltung, die den Dialog zwischen deutschen und französischen Besuchenden sowie zwischen den Fotografen gefördert hat, wie Pascal Gérold, Naturpädagoge im Maison de la Nature du Delta de la Sauer et d'Alsace du Nord, betont.
Kunst als Sprache der Freundschaft.
Eine Ausstellung gab es auch beim Kunst- und Kulturprojekt SAVOIR VIVRE des Landkreises SÜW, und zwar im Oktober in Annweiler, wo Kunstschaffende von beiden Seiten der Grenze in den Dialog miteinander traten. „Kunst kann zur Sprache der Freundschaft werden", so die Kuratorin der Ausstellung, Sabine Adler.
Außerdem wurde ein Überseecontainer in Weißenburg mit Graffiti neugestaltet und in einem Workshop ein partizipatives Wandbild erstellt.
Was 2026 noch ansteht.
Die Möglichkeit, beim Projekt dabei zu sein, besteht aktuell noch bis zum 1. Februar 2026 bei einer weiteren Kunstausstellung in Weißenburg sowie am 19. April bei einer Graffiti-Aktion am Bahnhof Rohrbach.
Direkt zum Jahresbeginn startete ein Bandwettbewerb, bei dessen Finale am 21. März im Millénium in Haguenau eine deutsche und eine französische Band einen Auftritt beim Juggle-Maniac-Festival im Juli in Cleebourg gewinnen können. Die Bewerbung ist noch bis zum 15. Februar möglich.
Im Rahmen des im Dezember bewilligten Kleinprojekts „Manege ohne Grenzen" werden Schüler des Alfred-Grosser-Schulzentrums in BZA und der Ecole Saint Jean Ohleyer Weißenburg das Zirkusstück „mehr, Mehr, MEHR" aufführen, das sie in den Wochen vorher gemeinsam proben. Die Aufführungen finden am 10. Februar in der Nef in Weißenburg und am 12. Februar in BZA statt.
Mitmach-Festival im Chateau Langenberg.
Schließlich soll 2026 im Chateau Langenberg in Weißenburg mit D'Lichtung/La Clairière ein Ort der Begegnung, des Dialogs und der Bewegung mit einem zweisprachigen und vielfältigen Programm entstehen. „Ein Höhepunkt wird das Mitmach-Festival am 18. und 19. Juli auf dem Ecolieu Langenberg, bei dem Besuchende aller Generationen beiderseits der Grenze sich ein Seminar-Programm aus einer Vielfalt von Angeboten rund um ökologische Lebensweise, Kultur, Musik und Bewegung zusammenstellen können," erklärt Sibylle Wiesemann, Leiterin des Projekts beim Verein Association Langenberg. Text. sp.
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