Die Anlage mit einer Spitzenleistung von 124 kWp soll im Jahr rund 122.000 kWh produzieren. Es ist geplant, den produzierten Strom im Wasserwerk selbst zu verbrauchen. Das Wasserwerk hat bislang einen Stromverbrauch von rund 300.000 kWh. Künftig soll die Wasserproduktion, also die Wasserförderung aus den Tiefbrunnen und die Wasseraufbereitung, vorrangig in den Zeiten mit guter Sonneneinstrahlung erfolgen. Das Ziel ist die Wasserproduktion so einzustellen, dass der Sonnenstrom immer im Wasserwerk verbraucht und nicht in öffentliche Stromnetz eingeleitet wird.
PV-Anlage hilft bei Stabilisierung des Wasserpreises.
Erster Beigeordneter Eberhard Frankmann. „Bei der Entscheidung, unser Wasserwerk mit einer, für ein Gebäude großen PV-Anlage zu bestücken, standen neben der Unterstützung einer sinnvollen Energiewende hauptsächlich wirtschaftliche Gründe Pate. Der produzierte Strom dient fast ausschließlich dem Eigenbedarf des Wasserwerkes und wird sich deshalb in wenigen Jahren durch ersparte Strombezugskosten amortisieren. Die Anlage sorgt deshalb in der Zukunft für eine Stabilisierung des Wasserpreises unserer Kundinnen und Kunden.“
Werkleiter Martin Hanke zur neuen Anlage. „PV-Anlagen auf unseren Dächern sind nur dann wirtschaftlich sinnvoll, wenn wir den erzeugten Strom zu einem großen Teil selbst verbrauchen können. So halten wir auch unsere Stromkosten stabil. In Wasserwerken haben wir durch die Wasserbehälter die Möglichkeit mit der energieintensiven Wasserproduktion auf die Wetterprognosen zu reagieren. Im Prinzip sind das dann Batterien.“ Foto. VG. Frei.