26.03.2025. Etwas Besonderes. „Irgendwo auf der Welt …" Hier in der Provinz. In der Kurstadt.

Das Bundes-Jazz-Orchester gastiert am 4. Mai mit "Irgendwo auf der Welt" in BZA, Haus des Gastes.

BZA. Das Bundesjazzorchester (Bujazzo) vertont in seinem Programm „Irgendwo auf der Welt …“ ausgewählte Musik aus den Entschädigungsakten verfolgter Musikschaffender im Nationalsozialismus. Und es gastiert damit am Sonntag, 4. Mai, im Haus des Gastes in BZA.

Lesezeit: 01:35 Minuten

Er ist ein Beispiel unter vielen. Der Komponist Bronisław Kaper verließ Berlin nach der Machtergreifung der Nazis 1933 angesichts der drohenden systematischen Diskriminierung und Verfolgung jüdischer Menschen. Als sich die Bundesrepublik Deutschland zu einer individuellen materiellen Entschädigung der NS-Opfer bereit erklärte, stellte 1955 auch Kaper einen Antrag. Er war in den USA erfolgreich, hatte gerade einen Oscar erhalten, einige seiner Melodien wurden Jazz-Standards. Dem Antrag legte er Notenalben bei, die zeigten, wie glänzend diese Karriere in Berlin begonnen hatte und in welch prominentem Umfeld er seine Arbeiten dort bereits vor 1933 publiziert hatte. Es sind Akten wie diese, die die Grundlage für das neue Programm des Bundesjazzorchesters „Irgendwo auf der Welt …“ bilden.

In Kooperation mit der Universität der Künste, die die Entschädigungsakten aus Forschungszwecken gesichtet und aufgearbeitet hat, werden aus einzelnen der überlieferten Notenbeispiele Arrangements für Bigbands erarbeitet. Kuratiert wird das Programm von dem künstlerischen Leiter des Bujazzo, Niels Klein, und der Musikwissenschaftlerin Prof. Dr. Dörte Schmidt. Zu den Künstlern, in deren Akten ein Notenbestand zu finden war, gehören neben Bronisław Kaper auch Kurt Lewinnek, Friedrich Holländer und Werner R. Heymann.

Basierend auf den Klaviersätzen einzelner Werke hat der Deutsche Musikrat Kompositionsaufträge an zeitgenössische Jazz-Musiker wie Claudia Döffinger, Christian Elsässer, Theresia Phillip, Fabia Mantwill und Johannes Lauer vergeben. Titel wie zum Beispiel „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ (Friedrich Holländer), „While My Lady Sleeps“ (Bronislav Kaper) oder auch „Irgendwo auf der Welt“ (Werner R. Heymann) werden auf diese Weise in unsere Zeit transportiert. Als moderner Jazz, Avantgarde oder Schlager. Aber immer im Sound des Bundesjazzorchesters. Text. sp. Foto. Veranstalter. Pressefrei.

Termin & Tickets.

Sonntag, 4. Mai, Haus des Gastes, 19 Uhr (Einlass 18 Uhr).

Tickets im Vorverkauf 25 Euro (ermäßigt 15 Euro). Erhältlich bei www.reservix.de sowie in der Tourist-Info BZA (in der Südpfalz-Therme, Kurtalstraße 27, Telefon 06343 989660.

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