Am heutigen Mittwochmorgen wurde er während einer Untersuchung in Narkose eingeschläfert. „Dschingis war ein sehr charismatischer Kater, das uns im Team sehr ans Herz gewachsen ist. Wenn ein Tier im Zoo allerdings Beschwerden hat, bei denen keine Besserung mehr möglich ist, sind wir froh, dass wir Leid vermeiden können“, sagt Revierleiter Michael Heneka.
China-Leopard gilt als "stark gefährdet"
Der China-Leopard kommt ursprünglich aus dem zentralen und nördlichen China. Trotz des großen Verbreitungsgebiets gibt es nach Schätzungen nur noch rund 2.000 Tiere. Durch immer weiter fortschreitende Lebensraumzerstörung und -zerschneidung sowie Wilderei ist es unklar, wie lange sich die Bestände in der Natur noch halten können. Die Weltnaturschutzunion stuft die Unterart auf der Roten Liste als „stark gefährdet“ ein.
Die Zoogemeinschaft versucht durch ein gezieltes Zuchtprogramm (EEP), eine Reservepopulation des Chinaleoparden in Menschenobhut zu erhalten. Dieses wird im Tierpark Hagenbeck geführt. Die beiden in KA gehaltenen Tiere konnten leider schon länger nicht mehr zur Zucht beitragen, da der weibliche China-Leopard Taohua 2019 wegen einer Vereiterung die Gebärmutter entfernt bekommen musste. Dschingis hatte mit Taohua insgesamt vier Nachkommen. So der Zoo. KA. Text. sp.