27.06.2025. Weinzehnt. Südpfalz liefert zum Dom.

Anstoßen. Vor dem SPer Dom. Kirrweiler hat heute seinen Weinzehnt abgeliefert. Foto. Klaus Landry. Frei.

SP. Am heutigen Freitagnachmittag fand am SPer Dom die traditionelle Übergabe des Weinzehnts aus Kirrweiler statt. Zum 15. Mal hatten die Südpfälzer eine Weinfuhre von ihrer Heimat aus per Traktor und auf dem letzten Stück traditionsgemäß mit Pferdefuhrwerk zum Dom transportiert.

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Begleitet wurde die Kutsche von einer Abordnung der Ortsgemeinde mit dem Kirrweiler um Bürgermeister Rolf Metzger und Weinprinzessin Zoé I. Insgesamt 252 Flaschen Grauburgunder übergab die Kirrweiler Delegation als „Weinzehnt" an die SPer Bischöfe.

Die Abgabe des Weinzehnts fand in diesem Jahr im Südlichen Domgarten statt. Bischof Wiesemann begrüßte die Delegation „vor der Baustelle Dom". Er bedankte sich für die treue Bewahrung der Tradition des Weinzehnts. „Es geht dabei auch um den Zusammenhalt und das Miteinander", sagte Bischof Wiesemann. „Und deshalb freuen der Weihbischof und ich uns jedes Jahr, wenn die Abordnung aus Kirrweiler kommt und wir den Weinzehnt entgegennehmen dürfen."

„Mein Keller ist leer, aber ich habe Hoffnung", begrüßte Weihbischof Otto Georgens die Kirrweilerer Delegation. Der Weinort Kirrweiler habe ihm bereits in der Vergangenheit viel Freude gemacht, der als ehemalige Sommerresidenz der SPer Fürstbischöfe eine besondere Bedeutung habe. Traditionell schloss er seine kurze Ansprache mit einem Reim: „Wär' der Wein verboten, weil dieses Gottes Sinn, stünd' in den 10 Geboten, dies ganz bestimmt darin / Und weil da nicht geschrieben, dass man nicht trinken soll, hat Gott dies, meine Lieben, wahrhaftig nicht gewollt."

Bistum hat noch einen Weinberg in Kirrweiler.

Bürgermeister Rolf Metzger übergab den Bischöfen die Urkunde mit den Informationen zum diesjährigen Zehntwein. Er freue sich, dass die Weihnzehnt Übergabe mittlerweile schon zum 15. Mal stattfand, somit zu einer echten Tradition geworden ist, und dass der Kirrweiler Wein zu besonderen Anlässen bei den Bischöfen getrunken werde. „Der bischöfliche Stuhl hat noch einen Weinberg in Kirrweiler, deshalb können wir zurecht behaupten, dass wir einen Weinzehnt hier abliefern und tun dies gerne in alter Verbundenheit", sagte Metzger.

Weinprinzessin Zoé I. nannte die alljährliche Übergabe des Weinzehnts „ein Zeichen der Verbundenheit". Die besondere Bedeutung Kirrweilers für das Bistum Speyer komme damit zum Ausdruck und sie freue sich, Teil dieser Tradition zu sein.

In diesem Jahr stammt der „Zehnt-Wein", aus dem Weingut Matt-Schwaab. Dessen Inhaberin Meike Schwaab beschrieb die Schwierigkeiten des vergangenen Weinjahres. Umso mehr freue sie sich umso mehr heute einen Grauburgunder „mit reifen Aromen von Birne und Brioche" übergeben zu können.

Zur Geschichte des Weinzehnts.

Der Weinort Kirrweiler an der SÜW war zu Feudalzeiten Oberamt und Sommerresidenz der Fürstbischöfe des alten Bistums SP. Auf Anregung von Bürgermeister Metzger wurde 2011, anlässlich des 950-jährigen Domweihjubiläums, an die alte Tradition des „Weinzehnts" neu angeknüpft, bei der dem bischöflichen Landesherrn der „Zehnte" des Weinertrages abgeliefert werden musste. Der Weinzehnt ist eine Naturalabgabe auf die Weinernte im bischöflichen Weinberg in der Kirrweilerer Gemarkung „In den Flegeläckern". In früheren Jahrhunderten wurde der Weinzehnt im fürstbischöflichen Zehntkeller in Kirrweiler entrichtet, dort ausgebaut und anschließend nach SP gebracht. Heutzutage bringen die Kirrweilerer den trinkfertigen Wein direkt zu den Bischöfen nach SP. Text. is. 

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