28.06.2025 - Dauerbaustelle. Dom.

Eingerüstet. Die Osttürme des Domes zu SP ...

SP. Wer derzeit zum SPer Dom kommt, kann schnell erkennen, dass hier einiges für den Bauerhalt getan wird. Zu sehen ist das an den Gerüsten, die derzeit an den Osttürmen, in der Vorhalle und am Ölberg stehen.

Lesezeit: 03:32 Minuten

„Gerüste sehen zwar nicht schön aus, sind aber eigentlich ein gutes Zeichen", sagte Domdekan und Domkustos Dr. Christoph Kohl. „Gerüste sagen. Hier kümmert sich jemand um den Bau." Wie genau das Kümmern aussieht und warum vieles auch erst geplant werden kann, wenn das Gerüst schon steht, erläuterte Dombaumeisterin Hedwig Drabik. Sie gab in einem Mediengespräch Einblick in die Arbeiten der zurückliegenden Monate.

Entwässerung.

Die Entwässerung, das heißt das Ableiten des Regenwassers, ist und wird zunehmend ein großes Thema am Dom. Durch die zunehmenden Starkregenereignisse reichen die vorhandenen Entwässerungssysteme nicht mehr aus. Seit 2020 werden hier Teilbereiche sukzessive untersucht und bearbeitet.

An der Afra-Kapelle und dem Vierungsturm wurden bereits erste Maßnahmen umgesetzt. Im vergangenen Jahr wurden die Fallleitungen am Westbau überarbeitet. Hier sind die Schäden durch die mangelnde Entwässerung immer noch sichtbar, indem die Wände immer noch feucht sind und die Feuchtigkeit nach Regenfällen auch sichtbar ist. Verschmutzungen und Schäden an den alten Leitungen, deren ungünstige Konstruktion bzw. deren Verlauf waren zum Teil im Innern der Wände und ursächlich für Probleme bei der Entwässerung.

Säuberung der Natursteinböden.

Eine Maßnahme, die ohne Gerüste auskam, aber dennoch eine große Wirkung zeigte, war die Reinigung der Sandsteinböden im Dom. Im Rahmen des Kultur-Sponsorings der Firma Kärcher konnten im Oktober 2023 die Bodenflächen in der Krypta mit Heißdampf gereinigt werden. Die Arbeiten dienten der Erprobung und Konzepterstellung einer Gesamtreinigung der Bodenflächen im Dom. Im Nachgang wurden dann eigene Geräte angeschafft und im Verlauf des Jahres 2024 die Bodenflächen im gesamten Mittelschiff, den Seitenschiffen, Querhäusern und Chorraum des Doms gereinigt.

Besucherlenkung.

Für jeden Besucher des Domes sind Informationen wichtig, die ihm helfen, sich vor Ort zurechtzufinden. Hier helfen Ständer mit Informationen zu Besucherangeboten, Verhaltensregeln, Gottesdiensten, Öffnungszeiten etc. Neben Funktionalität muss die Beschilderung sehr hohen ästhetischen Anforderungen genügen. In Zusammenarbeit mit einem Kunstschmied wurden 2024 neue Ständer gefertigt, die zur restlichen Ausstattung passen und sich harmonisch in das Gesamtbild einfügen.

Klimaüberwachung und -steuerung in der Afra-Kapelle.

Immer wieder war in der Afra-Kapelle Schimmel aufgetreten. Um das Problem in den Griff zu bekommen, waren bereits die Wasserführung im Außenbereich verändert und ein neuer diffusionsoffener Anstrich im Innern aufgebracht worden. Nun wurde als letzter Schritt Klimatechnik eingebaut, die sowohl den Raum temperiert als auch die Steuerung einer Lüftung vornimmt. Die Kapelle wird täglich für die Werktagsmessen und zudem für Hochzeiten und Gottesdienste von Pilgergruppen genutzt.

Neues Chorpodest.

Bereits seit 2011 standen Überlegungen im Raum, ein neues Sängerpodest zu bauen. Dieses sollte Flexibilität in der Anordnung im Raum bieten, Stauraum integrieren und zugleich hohen ästhetischen Ansprüchen genügen. Bei der Gestaltung orientierte Dombaumeisterin Drabik sich an der übrigen Sekundärmöblierung im Dom. In puncto Funktionalität arbeitete sie eng mit der Dommusik zusammen. Pünktlich zum Palmsonntag 2025 konnte das neue Chorpodest erstmals genutzt werden. Es befindet sich auf dem sogenannten Königschor, der eine neuzeitliche Zwischenebene zwischen dem Mittelschiff und dem Hochchor bildet.

Gefördert wurde das Projekt durch eine projektbezogene Spende der Europäischen Stiftung Kaiserdom zu Speyer, die die Realisierung dieses Projektes ermöglicht. Die Gesamtkosten für das Sängerpodest belaufen sich auf 210.000 Euro.

Ölberg.

Das Projekt startete im vergangenen Jahr 2024 mit ersten Vorarbeiten. So wurde mit Unterstützung der Dr.-Albrecht-und-Hedwig-Würz-Stiftung das Gitter um den Ölberg restauriert und so verändert, dass es für die weiteren Restaurierungsarbeiten herausnehmbar ist. Nun konnte Anfang des Jahres ein Gerüst gestellt werden, um die Schäden am Ölberg und dessen Figuren genauer in Augenschein zu nehmen und erste Probereinigungen zu machen. Im Zentrum der Maßnahme stehen die Reinigung und Restaurierung der Steinoberflächen der Architektur und der 18 Figuren.

Sanierung der Osttürme.

Ab September 2024 wurde das Gerüst an den Osttürmen aufgebaut. Im Frühjahr konnte dann mit der Umsetzung der zuvor geplanten Maßnahme an der oberen Hälfte des Südostturms begonnen werden. Dieser erste Bauabschnitt soll bis Ende des Jahres abgeschlossen werden. Die Kosten dafür werden sich auf rund 1,2 Millionen Euro belaufen, so das Bistum. Text. sp.

... so auch der "Ölberg" zum Fuße des Gotteshauses. Fotos. Klaus Landry. Pressefrei.
... so auch der "Ölberg" zum Fuße des Gotteshauses. Fotos. Klaus Landry. Pressefrei.

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