01.08.2026 - VRN-Flexline. Endlich. Auch im Südkreis. Ab 2027. Und das bis nach Weißenburg.

So könnten die Kleinbusse auf Abruf aussehen, die grenzübergreifend unterwegs sein werden. Fotomontage mit KI. KV. SÜW. Frei.

Die VRN-Flexline für alle kommt. Bald wird es ein grenzübergreifendes Angebot für On-Demand-Verkehr in der Region geben. Genauer gesagt im ganzen Landkreis SÜW, in das auch elsässische Grenzstadt Weißenburg eingebunden ist. Der zuständige Ausschuss des EU-Förderprogramms Interreg für die Region Oberrhein hat in seiner jüngsten Sitzung in NW EU-Mittel für das vom Landkreis SÜW getragene Projekt „ODIM“ bewilligt. Die Shuttles auf Abruf sollen ab Beginn des Jahres 2027 zum Einsatz kommen.

Lesezeit: 02:47 Minuten

SÜW-Landrat Dietmar Seefeldt, der den Landkreis als Projektträger repräsentiert, hält fest. Die Zusage der EU-Fördermittel ist ein starkes Signal und ein wichtiger Meilenstein für unser gemeinsames Vorhaben. Dafür gilt mein herzlicher Dank der Europäischen Union als Fördermittelgeber sowie allen Unterstützerinnen und Unterstützern und unseren engagierten Projektpartnern. Die (…) Ich bin überzeugt, dass wir mit diesem Projekt einen wichtigen Beitrag zu einer zukunftsorientierten, umweltfreundlichen und modernen Mobilität leisten.“ 

VRN-Geschäftsführer Dr. Michael Winnes ergänzt. „Mit der EU-Förderung können wir die grenzüberschreitende Mobilität und unser flexibles On-Demand-Angebot über die Landesgrenze hinaus ausbauen. Die Erweiterung der VRN-Flexline ist ein wichtiger Schritt, um den öffentlichen Nahverkehr im Landkreis SÜW noch attraktiver und alltagstauglicher zu machen. Unabhängig von nationalen Grenzen.“

Das ist geplant.

Entstehen soll ein grenzübergreifendes Angebot, das den regulären ÖPNV mit Kleinbussen auf Abruf ergänzt. Vorgesehen sind umfangreichen Betriebszeiten und ein engmaschiges Netz an regulären Bushaltestellen und sogenannten virtuellen Haltepunkten, sodass ein Gebiet von zirka 700 Quadratkilometern erschlossen wird. Die Fahrten sind per App oder Telefon buchbar. Sie folgen keinem vorgegebenen Linienplan, sondern richten sich nach dem Bedarf der Nutzer. Fahrten quer durch den Landkreis oder parallel zu bestehenden Buslinien wird es mit der neuen VRN-Flexline voraussichtlich jedoch nicht oder nur zu Randzeiten geben. Vielmehr sollen die insgesamt acht Kleinbusse auch als Zu- und Abbringer zu den regulären Bus- und Bahnverbindungen unterwegs sein und nicht durch wenige Nutzer über weite Strecken gebunden werden. Das Stadtgebiet Landau wird zunächst kein Teil des Bediengebietes sein, mittelfristig ist eine Integration der grenzüberschreitenden VRN-Flexline SÜW und Wissembourg mit der VRN-Flexline LD ein Ziel.

Außerdem soll im Projektzeitraum bis Ende Juni 2029 ein Transferkonzept entstehen, damit perspektivisch auch die Dörfer rund um Wissembourg und weitere Gebiete in der Oberrheinregion angeschlossen werden können.

Für wen ist das Projekt gedacht?

 Alle rund 115.000 Einwohner der SÜW und etwa 8000 Bürger aus Wissembourg sollen die Shuttles auf Abruf bei Bedarf nutzen können. Die Shuttle-Fahrzeuge sollen außerdem insbesondere auch Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit eingeschränkter Mobilität Zugang zum grenzüberschreitenden ÖPNV bieten. Auch Personen ohne eigenes Auto oder solche, die mehr und mehr aufs Auto verzichten wollen oder müssen, sollen profitieren. Ebennso wie Touristen.

Nächste Schritte.

Das Projekt, das vom Landkreis Südliche Weinstraße getragen wird, beginnt schon am 1. August, und zwar mit der technischen und konzeptionellen Vorbereitung des Bediengebiets, also unter anderem, wo wann welche Kleinbusse im Einsatz sind. Zuständig dafür ist der ÖPNV-Referent des Landkreises Südliche Weinstraße, Benjamin Klar, in Zusammenarbeit mit den Projektpartnern.

Die Kosten teilen sich der Landkreis SÜW, der wiederum 25 Prozent seiner Kosten anteilig an die VGs weitergeben wird, der Verkehrsverbund Rhein-Neckar und die VGs Wissembourg (communauté de communes du pays de Wissembourg). Der EVTZ Eurodistrikt PAMINA fördert das Projekt ideell, unter anderem mit Übersetzungsleistungen. Weitere, assoziierte Projektpartner, die das Vorhaben unterstützen, sind die Stadt LD sowie die französische Région Grand Est.

Von der EU kommen 1,85 Millionen Euro an Fördermitteln. Dabei handelt es sich um Unterstützung aus dem Programm „Interreg Oberrhein“, das grenzüberschreitende Vorhaben in der Region am Rhein mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) fördert. Text. sp.

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