Böhämmer sind nordische Finken. Sie wurden einst mit Blasrohren mittels Tonkügelchen des nächtens von den Bäumen gepustet. Zuerst wegen Hungers in der Bevölkerung. Dann zum Verkauf ins Elsass. Die Lebensmittelversorgung verbesserte sich. Die Böhämmer-Jäger blieben, ohne weiter zu jagen. Nur noch aus Spaß auf Zielscheiben oder Papp-Tiere zielend.
Der Niedergang.
Doch der Verein erlebte in den 1990er Jahren einen beispiellosen Niedergang, stand 2017 vor der Auflösung. Mit nicht einmal mehr als 20 Mitgliedern. Die legendären Feste am Vereinsheim am Fuße des Wonneberges nur noch Staubwolken der Vergangenheit.
Die Wiederbelebung.
Die heutige Erste Vorsitzende Gisela Gander nahm zusammen mit ihrem Stellvertreter Aleksander Bogdanovic das Zepter in die Hand. Dank der ihrigen Weinstube „Zur Reblaus“ in BZA als Kommunikations-Punkt schlechthin. Rasch ging es mit Unterstützung des damaligen Stadtbürgermeisters Fred-Holger Ludwig wieder aufwärts. Mitgliedergewinn. Bis dato über 100 „Böhämmer“.
Abgefackelt. Das Vereinsheim.
Doch gerade mal rund ein Jahr im Amt folgte ein Keulenschlag. Am 8. August 2018 brach nachts ein Feuer im Vereinsheim aus. Verheerend. Aber. Sie ließen sich nicht unterkriegen. Wiederaufbau. Und das in der Corona-Zeit. „Vier Jahre hat es gedauert, bis wir wieder an unserem Vereinsheim das Mai-Fest feiern konnten. Und wir sind immer noch nicht fertig.“ So Gander, die etlichen Sponsoren, Banken und auch den vielen Nicht-Mitgliedern für ihre Unterstützung dankt. „Es liegt noch viel Arbeit vor uns“, zog die Vorsitzende Zwischenbilanz. Mit dem nicht unerheblich dankbar-bescheidenen Beisatz: „Ich freue mich, dass uns die Bevölkerung wieder annimmt.“
Das tut sie. Etliche Bürger, aber auch Vereine wie die Hameckia, das Fröhliche Kunterbunt, die Hutschelhexen, die Spielvereinigung oder auch der Turnverein waren am heutigen Vormittag vertreten, überreichten Präsente. Auch waren einige Stadtratsmitglieder gekommen. Stadtbürgermeister Hermann Augspurger sprach ein Grußwort. Text. rw.