Reisende können sich in endemischen Gebieten (z. B. Teile Asiens, Südamerikas, Mittelmeerraum) infizieren, oft ohne Symptome zu bemerken. Das Virus zirkuliert dann im Blut und kann bei einem Stich von einer heimischen Tigermücke aufgenommen werden – so entsteht ein lokaler Übertragungsherd.
Dazu die zuständige Kreisbeigeordnete, Anette Kloos: „Die Asiatische Tigermücke ist nicht mehr nur ein Problem in fernen Reiseländern. Sie ist bei uns angekommen. Besonders jetzt, wo viele aus dem Urlaub zurückkehren, müssen wir alle achtsam sein. Jeder Mückenstich kann potenziell Viren übertragen.“
Massiver Tigermücken-Befall in GER und erste West-Nil-Infektion.
Ein dramatischer Fall im Landkreis zeigt das Ausmaß der Bedrohung: Bei einer gemeinsamen Ortsbegehung von Vertretern der Kreisverwaltung und der KABS wurde ein so heftiger Befall festgestellt, dass sich im Außenbereich kaum noch Menschen aufhalten konnten. Neben zahlreichen ausgewachsenen Mücken wurden vor Ort große Mengen an Larven, unter anderem in Sickerschächten, entdeckt. Die KABS hat umgehend Bekämpfungsmaßnahmen eingeleitet, betont aber: Flächendeckende Bekämpfung auf privaten Grundstücken ist nicht möglich.
„Der massive Befall in GER zeigt dramatisch, was auf uns zukommt, wenn wir nicht handeln. Die Mücken nutzen jede kleinste Wasseransammlung. Ob Regentonne, Blumenuntersetzer oder Sickerschacht. Hier ist jeder Einzelne gefordert, Brutstätten konsequent zu beseitigen“, so Anette Kloos. Als weiteren Beleg für die zunehmende Übertragung von Viren durch heimische Mücken verweisen Experten auf den ersten autochthonen West-Nil-Fall 2026 in RLP. Laut Medienberichten war die betroffene Person selbst nicht im Ausland und wurde höchstwahrscheinlich durch eine heimische Mücke infiziert.
Bürgermitwirkung entscheidend. Brutstätten beseitigen.
GER-Landrat Martin Brandl appelliert an die Menschen in Kreis: „„Gesundheitsschutz ist Gemeinschaftsaufgabe. Wir als Kreisverwaltung und auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KABS können nicht jedes private Grundstück kontrollieren. Aber, wenn wir alle gemeinsam Verantwortung übernehmen, ob im Garten, auf dem Balkon oder nach der Reise, dann können wir verhindern, dass sich tropische Viren bei uns etablieren.“ Die Asiatische Tigermücke nutzt selbst kleinste Wasseransammlungen zur Fortpflanzung – von Regentonnen und Blumenuntersetzern bis hin zu verstopften Dachrinnen oder Sickerschächten“, so Landrat Martin Brandl. Text. sp.