Gegen 16 Uhr erhielt die Seniorin einen Anruf auf ihrem Hausanschluss. Am anderen Ende der Leitung behauptete eine weinende Frauenstimme, dass der Sohn der Angerufenen mit schweren gesundheitlichen Problemen im Krankenhaus liege und dringend operiert werden müsse. Für die lebensnotwendige Behandlung sei ein spezielles Medikament aus der Schweiz erforderlich, dass sofort in bar bezahlt werden müsse.
Um die vermeintliche Notlage noch glaubwürdiger erscheinen zu lassen, übernahm mitten im Telefonat ein Mann das Gespräch. Er gab sich dreist als der Hausarzt der Familie aus, bestätigte das dramatische Szenario und fragte gezielt nach Bargeld und Wertsachen.
Goldbarren ausgehändigt. Schaden sechsstellig.
Unter dem enormen psychischen Druck gab die schockierte Frau schließlich nach. Um 17 Uhr händigte sie vor ihrem Wohnanwesen Goldbarren im unteren sechsstelligen Gesamtwert an einen bislang unbekannten Abholer aus. Erst später flog der Betrug auf.
Die Polizei informiert.
Die Polizei warnt nochmals eindringlich vor dieser Masche: Krankenhäuser oder Ärzte fordern niemals am Telefon Bargeld oder Wertsachen für Behandlungen. Wer einen solchen Anruf erhält, sollte sofort auflegen und die Polizei unter der 110 verständigen. Weitere Präventionshinweise erhalten sie auf der Internetseite www.polizei-beratung.de oder unter dem Link https://s.rlp.de/0AyhhAK. Text. sp. Symbolfoto. Pixabay.