Die VG-Verwaltung. Noch nichts entschieden.
Die Verwaltung Annweiler stellt klar, dass keine Entscheidung zu der Zunkunft der Standorte Eußerthal und Ramberg getroffen sei. Es handele sich derzeit um ein Prüfverfahren, das im vergangenen Jahr vom VG-Rat beschlossen worden sei. Dieser Beschluss von Ende Oktober stelle ausdrücklich keine Vorentscheidung über eine Zusammenlegung oder Schließung von Schulstandorten dar, sondern diene ausschließlich der Erarbeitung einer Entscheidungsgrundlage. „In der Ratssitzung am 26. März 2026 wurde dieser Prüfauftrag bestätigt und konkretisiert. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Untersuchungen fortzuführen und die erforderlichen Grundlagen für eine spätere Entscheidung vorzubereiten“, heißt es von der Verwaltung.
Ausgangspunkt der Überlegungen ist die veränderte Gesamtsituation, die sich insbesondere Ende des Jahrs 2025 ergeben hat. Neben steigenden Anforderungen an die schulische Infrastruktur und die pädagogischen Rahmenbedingungen betrifft das vor allem die angespannte Situation im Bereich der Kindertagesstätten in den Ortsgemeinden Ramberg und Eußerthal. „Diese Entwicklungen machen eine ergebnisoffene Prüfung erforderlich.“ Heißt es seitens der VG-Verwaltung.
Bündelung in Albersweiler möglich.
Nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen kommt aus baulicher Sicht der Standort Albersweiler für eine mögliche Bündelung in Betracht. Diese Einschätzung beruht auf objektiven Kriterien wie Grundstücksgröße, Erweiterungsmöglichkeiten und grundsätzlicher Eignung.
Parallel dazu wurden die schulorganisatorischen und die pädagogischen Rahmenbedingungen betrachtet.
In Gesprächen der zuständigen Schulaufsicht sowie den Schulleitungen wurde deutlich, dass eine Bündelung der Standorte aus fachlicher Sicht Vorteile bietet, etwa durch stabilere Klassenstrukturen, verlässlichere Vertretungsregelungen und bessere Voraussetzungen für Betreuungs- und Ganztagsangebote. „Diese Aspekte sind im weiteren Verfahren zu berücksichtigen.“ Heißt es von Verwaltungsseite.
Keine Vorentscheidung.
„Der Vorwurf eines bereits vorentschiedenen Verfahrens trifft nicht zu. Zu keinem Zeitpunkt wurde eine Entscheidung über die Schließung von Schulstandorten getroffen. Vielmehr befindet sich das Verfahren weiterhin in einem frühen Prüfstadium.“ So die Verwaltung.
Im Übrigen.
Ein erster Gesprächstermin mit Vertretern der Elternschaft sei bereits vereinbart.
Angemerkt.
Durch eine Bündelung der Schulstandorte könnten die bestehenden Gebäude in Ramberg und Eußerthal künftig für Kita-Zwecke genutzt werden, wodurch kostenintensive Neubauten vermieden werden können. Zugleich würden für die VG die laufenden Betriebs- und Unterhaltungskosten sinken, da Doppelstrukturen entfallen. Nach derzeitiger Einschätzung könnten sich die notwendigen Investitionen mittel- bis langfristig amortisieren und innerhalb von etwa spätestens zehn Jahren ausgleichen.
Druck wegen anstehender Ganztagsschule.
Die Verwaltung möchte über die Ganztagsschule informieren und auf die Chancen dieses Betreuungsmodells hinweisen. Der gesetzliche Anspruch auf Ganztagsbetreuung ab dem Schuljahr 2026/27 bringt einen strukturellen Handlungsbedarf mit sich.
Bürgermeister Burkhart beklagt Einschüchterung.
„Ich betone ausdrücklich, dass sich die VG Annweiler weiterhin in einem ergebnisoffenen Prüfprozess befindet. Das Ziel ist die Entwicklung einer Lösung, die den pädagogischen Anforderungen, den organisatorischen Rahmenbedingungen sowie den finanziellen Möglichkeiten gleichermaßen gerecht wird. Die Verwaltung wird die Ergebnisse der laufenden Untersuchungen weiterhin transparent darstellen und dem VG-Rat zur Entscheidung vorlegen. Die Bürger bitte ich um eine sachliche Diskussion und der Verwaltung die notwendige Zeit für eine sorgfältige und verantwortungsvolle Prüfung zu gewähren.
Bedauerlicherweise muss ich feststellen, dass mir drei Rückmeldungen von Einwohnern aus den betroffenen Gemeinden hinsichtlich massiver Beeinflussungsversuche durch Personen mit grundsätzlich ablehnender Haltung gegenüber einer Zusammenlegung oder Schließung der Schulstandorte vorliegen. In zwei Fällen sind mir die Namen der Einwohner bekannt. Die dritte Beschwerde wurde mir im Zusammenhang mit der Kita-Untersuchung anonym zugeleitet. Unredliche Versuche der Einflussnahme verurteile ich entschieden. In einer offenen und respektvollen Diskussion ist kein Platz für Einschüchterungen und Druck auf Menschen vor Ort." Text. sp. Fotos. VG. Annweiler. Privat. Pressefrei.