Das Angebot gewährleistet, dass gewalt-betroffene Personen sich in teilnehmenden Kliniken kostenlos und unter Wahrung der ärztlichen Schweigepflicht behandeln lassen können. Zudem besteht die Möglichkeit, Spuren gerichtsverwertbar und vertraulich sichern zu lassen, um diese bei einer späteren Entscheidung für eine Anzeige nutzen zu können.
„Es ist uns ein großes Anliegen, dieses Angebot noch stärker in der Südpfalz bekannt zu machen“, betonen die Landräte Martin Brandl (GER) und Dietmar Seefeldt (SÜW) sowie LDs OB Dominik Geißler. Die Verwaltungschefs halten das Angebot der „Vertraulichen Hilfe nach Gewalt“ für unerlässlich, weil es Betroffenen direkte Unterstützung biete.
Was viele nicht wissen.
Die Gleichstellungsbeauftragten ergänzen. „Viele Betroffene wissen nicht, dass sie sich medizinisch versorgen lassen können, ohne direkt eine Anzeige erstatten zu müssen. Diese Information kann Hemmschwellen abbauen und dazu beitragen, dass Frauen sich Hilfe holen.“ Krankenhäuser seien häufig eine der ersten Anlaufstellen nach Gewalterfahrungen. „Umso wichtiger ist es, dass Betroffene dort sensibel begleitet werden und die Möglichkeit haben, Spuren sichern zu lassen. Auch ohne sofortige rechtliche Schritte einleiten zu müssen“, so Trog, Stähle und Hess.
Zugleich unterstreichen die Gleichstellungsbeauftragten die Bedeutung der Selbstbestimmung: „Die vertrauliche Spurensicherung gibt Frauen die Zeit, die sie brauchen. Sie können sich auch später noch für oder gegen eine Anzeige entscheiden; die dafür notwendigen Beweise sind gesichert.“ Text. sp. Symbolfoto. Pixabay. Frei.
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