06.11.2026 - CDU-Initiative. Schulterschluss gegen AfD im Stadtrat.

Am heutigen Freitag war wieder politisches Info-Stand-Getümmel in BZA vor der Modewerkstatt von Schneidermeisterin Alexandra Neufeld an der B 427/Weinstraße. Foto. Robert Wilhelm.

BZA. Auf Initiative des CDU-Fraktionsvorsitzenden Martin Wichmann übte sich der Stadtrat BZA am gestrigen Donnerstagabend in Folge im Schulterschluss gegen die AfD. Es geht um den Info-Stand, mit dem die „Blauen“ seit Frühsommer alle paar Wochen direkt vor dem Geschäft von Alexandra Neufeld, der Betreiberin der Modewerkstatt / Änderungsschneiderei an der B 427/Weinstraße östlich der Sparkasse Flagge zeigen. Das sei geschäftsschädigend.

Lesezeit: 02:06 Minuten

Wichmann. AfD schädigt Unternehmerin. Kunden bleiben aus.

Die Menschen und Kunden würden die Unternehmerin mit der AfD in Verbindung bringen, was nicht der Fall sei. Es blieben schon Kunden aus, so Wichmann. Keiner verlange, dass die AfD auf ihren Info-Stand verzichte. Aber bitte schön sich auch mal woanders aufstellen. Das sei früher ja auch gegangen. 

AfD-Mann. Alles rechtens.

AfD-Fraktionschef Nils Heller konterte und stellte klar, dass das erstens ein genehmigter Standort sei. „Wir haben gegen kein Gesetz verstoßen. Zweitens sei dieser vom AfD-Kreis- und nicht vom Stadtverband beantragt worden. In Folge stelle sich drittens die Frage, weshalb nun die anderen Fraktionen ebenfalls mit Infoständen vor dem Geschäft nachziehen würden. 

SPD-Chef Broda. AfD spricht Schüler an.

Genau hier stieg SPD-Frontmann Michael Broda ein. „Wir stellen uns vor die Geschäftsfrau, um sie vor Ihnen zu schützen.“ Des Weiteren kritisierte Broda scharf, dass die AfD-Protagonisten am Info-Stand vorbeilaufende Schüler ansprechen würden. „Das ist der nächste Skandal.“ 
Angemerkt. Dass, unabhängig vom gesprochenen Inhalt, an dem Schüleransprecher-Vorwurf etwas dran ist, belegt unser Foto vom heutigen Freitagmittag bei der Info-Stand-Aktion.

FWG. Die Stadt ist bunt.

Dass nun auch andere Fraktionen vor der Modewerkstatt mit Info-Ständen vertreten seien, kommentierte FWG-Fraktionsvorsitzender Vadim Baskal lapidar kurz dergestalt, dass die Stadt bunt sei und es nicht nur eine „Farbe“ gebe.

AfD-Fraktionschef will mit seinem Kreisverband sprechen.

Grundsätzlich zeigte sich AfD-Mann Heller gesprächsbereit, den Stand auch etwas weiter weg von der Modewerkstatt aufzubauen. Er wolle darüber mit dem Kreisverband sprechen. Auch wolle er mit der Geschäftsfrau Neufeld das Gespräch suchen. Denn er kenne diese Frau ja nicht einmal und ihre Einstellung sowie Dialog-Bereitschaft folglich auch nicht. So sei ihm eben auch nicht bekannt, ob Neufeld den Kontakt zu den AfD-Leuten gesucht habe. 

Enke. Geschäftsfrau wurde von AfD angeschrien.

Hier klinkte sich Beigeordneter Rolf Enke ein und hielt dagegen. Selbstredend sei die Schneiderin auf die AfD zugegangen. „Das Gespräch war sehr unangenehm. Sie wurde von der AfD angeschrien“, so Enke. Und weiter in Richtung AfD. „In Ihrem Konzept steht, Sie wollen den Einzelhandel unterstützen.“ Genau das Gegenteil sei hier der Fall. „Wechseln Sie doch einfach mal den Platz“, appellierte Enke.

Alexandra Neufeld. „Will nur meine Ruhe.“

Unterdessen ist die Schneidermeisterin das ganze Brimborium so was von überdrüssig. Sie will nur noch ihre Ruhe, ihrer Arbeit nachgehen und dass überhaupt niemand mehr seine „Zelte“ vor ihrer Geschäftstür aufschlägt. Text. rw.

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