Zum Widerspruch.
Wer so erfolgreich war, muss getrieben sein. Höher. Schneller. Weiter. Ja, die Füße des heutigen Jubilars und einstigen Pfalzmeisters standen und stehen nie still. Immer in Bewegung. Permanent. Einst auf dem Platz. Heute im Alltag. Und immer in angenehmer Weise. „Das Auto brauchen wir nur für größere Einkäufe“, verrät Gattin Christel Staab en passent beim heutigen lockeren Festabend im neu eröffneten Restaurant Leporello in der Alten Druckerei. Sie teilt die Leidenschaft ihres Mannes, weitgehend alles mit den eigenen Füßen zu erreichen. Sie ist, wie er, Ehrenmitglied des TV Bad Bergzabern. Mit unerschütterlichem Humor hat sie über Jahrzehnte hinweg Protokolle über jede Sitzung und die Mitgliederverwaltung und noch so viel mehr stoisch gemeistert.
Zur Erfüllung.
Bewegung. Fortwährend. Sie gibt Struktur. Nein, hier sogar noch eine Stufe höher. Selbstzufriedenheit. Innere Ruhe pur. Und das gepaart mit Pfälzer Charme und sportlicher Lebensweisheit. Unschlagbar. Wie pflegt der vorne links spielende Basketballer mit der Nr. 5 auf dem Trikot stets zu kommentieren. „Wann mit dem Ball nit wesch wohie, dann schmeischen grad owwe nei!“ Alles gesagt.
Gesagt. Getan. Körbe satt.
Mit der Ausdauer, mit der Hans Staab auf dem Spielfeld zwischen zwei Körben agierte, meisterte er auch eine Aufgabe, die durchaus herausfordernd war. Nämlich den Posten des Zweiten Vorsitzenden des Gesamtvereins TV BZA. Sage und schreibe 38 Jahre schaffte er es immer wieder, Balance zwischen den Abteilungen wie Turnern, Leichtathleten, Schwimmern oder eben auch den Basketballern herzustellen. Ob bei der Zuteilung der Vereinsfinanzen, der Hallenaufteilung oder auch der Mitgliederverwaltung. Ganz zu schweigen von den Vereinsjubiläen 100 & 125 Jahre TV BZA. Dann war da noch der Bau des Turnerheimes. Doch alles hat ein Ende. 2014 legte Staab das Amt des Zweiten Vorsitzenden des TV BZA nieder. Nach 38 Jahren. Der Verein ernannte ihn für seine Verdienste zum Ehrenmitglied.
Den Amerikanern in der Schlosshalle zugesehen.
Das ist das Ende der aktiven Laufbahn. Begonnen hat diese im Jahr 1962. Da war der Knabe 16 Jahre alt und trat dem TV BZA bei. Und zwar der Abteilung Basketball. Zu jener Zeit habe es gerade einmal ein Hand voll Mannschaften in ganz RLP gegeben. Er selbst sei zur Korbjagd durch die Amerikaner, die einst auf der Hohen Derst zwischen Dörrenbach und Böllenborn stationiert waren. Und durch die Franzosen. Beide trainierten in der Schlosshalle, wohin Staab stets pilgerte, um diesen zu jener Zeit geltenden Exoten-Sport kennen zu lernen. Text. rw.