Zur Orientierung. Dichtung oder Wahrheit?
Für die Anzahl der zu bereit zu stellenden oder vor zu haltenden Kita-Plätze ist der Landkreis SÜW zuständig. Er gibt die jeweilige Marge für die Kommunen vor. So auch für eine bis vor Kurzem angeblich finanziell extrem darbende Kurstadt BZA. Seit gut 2 bis 3 Jahren wurde seitens der Stadtspitze hartnäckig propagiert, dass man einen neuen Kindergarten in der Größenordnung von 4 bis 6 Gruppen bauen müsse. Es stünde ein Bedarf von rund 120 Plätzen an. Und jetzt? Wohl alles Pustekuchen.
Denn der zuständige Beigeordnete Martin Körner verkündete im Stadtrat, dass die vom Kreis prognostizierten Bedarfszahlen nicht eintreffen werden. Des Weiteren hätten die bestehenden Kitas die Kapazitäten, den Bedarf weitest gehend abzudecken. Quasi über Nacht ist die fehlende Kapazität fast gen null geschrumpft. Hört. Hört.
Die Vorgabe kommt vom Kreis. Die Zahlen aber von vor Ort.
Wie kann das alles sein? Über Jahre hinweg wurde in der Stadt geknausert, in kaum etwas investiert, weil das Millionen-Projekt Kita-Neubau dräute. Und jetzt? Nicht nötig. Wie verrechnet man sich bei einer rund 8500-Einwohner-Kleinstadt wie BZA um 120 Kita-Plätze? Bei einem Bedarfsplanungszeitraum von nur rund 2 bis 3 Jahren?
Ja, die Vorgaben zur Bereitstellung von Kita-Plätzen kommen vom Kreis SÜW. Der allerdings stützt sich nach eigener Aussage gegenüber der Redaktion von suewpress.de auf die Angaben der Einwohnermeldeämter der VG-Verwaltungen. Also auch auf die Daten des Amtes in BZA, für das der Erste hauptamtliche Beigeordnete Martin Engelhard (FWG) die Verantwortung trägt.
Verweigert VG-Verwaltung Erklärung?
Der Kreis SÜW im Wortlaut. „In den vergangenen Jahren hat das Einwohnermeldeamt BZA uns als Jugendamt eine wesentlich höhere Anzahl an Kindern gemeldet, die einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz hätten, als tatsächlich in den Folgejahren in den Kitas angemeldet worden sind.“ Und weiter. „Eine Erklärung zu dieser Differenz, die das Jugendamt in BZA eingefordert habe, sei bislang nicht beantwortet worden“, heißt es vom Kreis.
Im Kreis sonst keine solchen Abweichungen wie in BZA.
Weiter im Wortlaut. „Eine schlüssige Erklärung der Ursachen wurde uns als Jugendamt von der Stadt BZA hierzu noch nicht mitgeteilt.“ Und weiter. „Eine solche Differenz zwischen in der Einwohnerstatistik gemeldeten Kinder und schlussendlich in der Kita angemeldeten Kindern gibt es bei keinem anderen Ort im Landkreis SÜW.“
Fazit. Adam Riese ...
Wenn es stimmt, was die Kreisverwaltung behauptet, sollte sich der zuständige Dezernent Martin Engelhard – trotz bevorstehenden Ruhestandes - der Sache dringend annehmen und vielleicht „seinem“ Amt noch das richtige Rechnen beibringen. Und nicht nach Pipi-Langstrumpf-Manier (3 mal 4 macht Neune) eine Kurstadt in ihrem Investitionsgebaren mit einem finanziellem Damokles-Schwert-Szenario über Jahre derart zu hemmen. Denn streitlustig kann er ja sein, der zuständige Beigeordnete beim korrekten Rechnen. So hat er ja die Redaktion von suewpress.de vor das Landgericht LD zitiert, weil wir uns unter anderem um einen Monat bei seiner endenden Amtszeit vertan haben. Und fälschlicher Weise geschrieben haben, dass er Ende Dezember 2026 in Ruhestand geht und nicht richtigerweise Ende Januar 2027. Adam Riese und so ...