Bei einem Besuch machten sich Bürgermeister Daniel Salm und der Erste Beigeordnete Eberhard Frankmann ein erstes Bild von der sich wandelden Kulturlandschaft inmitten der intensiv genutzten Landschaft. Gemeinsam mit Landschaftsbauer Kurt Garrecht aus Herxheim und Johannes Wind vom Fachbereich Bauen und Umwelt ging es durch das Arboretum 1.0 und 2.0.
Bürgermeister Daniel Salm. „Mit Hilfe der Bundesförderung haben wir im Rahmen von ‚Kaltenbach 2.0 – Kulturlandschaft mit Zukunft' die große Chance unser Arboretum zu erweitern, um die Veränderungen unserer Kulturlandschaft beispielhaft noch besser erlebbar zu machen. Information und Naturerlebnis stehen dort im Einklang mit Natur- und Artenschutz sowie Starkregen- und Hochwasserschutz. Aus Planungen wird nun Realität. Wir dürfen auf die Ergebnisse sehr gespannt sein."
Informationszentrum geplant.
Am östlichen Ende des Klima-Arboretums geht es auf einem Pfad, vorbei an einigen Weinbergen, zur weiteren Fläche. Dort hat Gustav Wiemers von der Edenkobener Firma Schrader bereits kräftig mit Baggerkraft gewirkt. Erdmaterial wurde eingebaut und modelliert. Der Platz des Informationszentrums zeichnet sich auch schon leicht ab. Doch bis der beauftragte Zimmerer mit dem Bau des Pavillions aus Holz an dieser Stelle beginnen kann, bedarf es weiterer Erdmodellierungen, um die gewünschte Position zu erreichen. Läuft alles nach Plan, soll Ende Juli dann mit dem Bau des sogenannte Klima-Pavillon begonnen werden.
Trotz Hitze Grundwasser-Pegel halten können.
Angrenzend bestehen bereits die im Rahmen der Kaltenbach-Renaturierung geschaffenen Mulden und Tümpel sowie ein größerer Teich. Eine dauerhafte Retentionsfläche, die von Insekten und Vögeln schon sehr gut angenommen wird, berichtet Garrecht. Überhaupt sei es hier schon gelungen, das Grundwasser trotz der enormen Hitzeperiode in der Fläche zu halten, so der Landschaftsarchitekt.
Erdmodellierungen, Trockenmauern und Staudensäume, allesamt Strukturelemente mit hohem ökologischem Wert, sind ebenfalls vorgesehen. Es entstehen terrassierte Hänge etwa mit Wildäpfeln, Quitten, Mispeln oder Felsenbirnen. Mit Trockenmauern kommen weitere Elemente, um Mauer- und Zauneidechsen anzusiedeln. Weitere klimaresiliente Bäume und Sträucher werden angepflanzt. Auch ein Naschwingert soll es geben. Ebenso sind für etwaige Veranstaltungen Anschlüsse für Strom und Wasser vorgesehen.
Das Gesamtprojekt Kaltenbach.
Das gesamte Projekt „Kaltenbach 2.0 – Kulturlandschaft mit Zukunft" erstreckt sich über die gesamte Länge des Kaltenbachs, beginnend an der Quelle in Burrweiler und weiterführend über Flemlingen, Roschbach, Edesheim, Groß- und Kleinfischlingen, Freimersheim bis zum Übergang nach Freisbach und Gommersheim. Die Gesamtkosten der insgesamt sieben Teilprojekte sind mit 625.000 Euro angesetzt. Eine Förderung durch den Fördergeber Zukunft- Umwelt-Gesellschaft (ZUG) GmbH in Höhe von 500.000 sind in Aussicht gestellt. Der Eigenanteil beträgt 125.000 Euro.