13.08.2026 - VG soll an Klimawandel angepasst werden.

Eines der wenigen schattigen Plätzchen an der meist dicht bebauten Durchgangstraße (Bahnhofstraße/L495) in Hauenstein. Hier findet sich auch der ehemalige Dorfbrunnen mit Waschplatz. Foto. W. G. Stähle.

Von Werner G. Stähle. 

HAUENSTEIN. Für die VG Hauenstein sollen Maßnahmen zur Anpassung an das sich ändernde Klima entwickelt werden, wollen die örtlichen Ratsmitglieder von SPD sowie Die Grünen mit unterschiedlichen Anträgen anstoßen. Dazu hat die Fraktion der Grünen im VG-Rat einen Antrag zur „Erarbeitung eines Konzepts zum Umgang mit den Folgen des Klimawandels" eingereicht und die SPD-Fraktion im Ortsgemeinderat Hauenstein die „Beratung über einen Hitze- und Klimaschutzaktionsplan in der Ortsgemeinde Hauenstein" beantragt.

Lesezeit: 01:52 Minuten

Folgen des Klimawandels sind zu spüren.

„Wir müssen uns als Gesellschaft damit befassen, wie wir unser eigenes Umfeld so gestalten, dass es erträglich ist und bleibt", begründet SPD-Fraktionssprecher Andreas Wilde. Dabei sollen Bürger einbezogen werden, um zu erfahren, „wo und wie wir was verändern und nachsteuern müssen und sollen."

Manfred Seibel, Sprecher der Fraktion B90/Grüne, konstatiert. „Die Folgen des Klimawandels sind auch in unserer VG mittlerweile deutlich zu spüren. Daher muss sich auch unsere VG damit auseinandersetzen, wie zukünftig mit diesen Folgen umgegangen werden soll, beziehungsweise, wie diese zumindest abgemildert werden können." Er fordert die „Erarbeitung eines Konzeptes zum Umgang mit den Folgen des Klimawandels in der VG Hauenstein."

Konzepte sollen ausgearbeitet werden.

Die Grünen wollen einen Grundsatzbeschluss, „dass ein Klimawandel-Anpassungskonzept für die VG Hauenstein erarbeitet werden soll" sowie die Verwaltung beauftragt wird, „noch in 2026 entsprechende Kosten zu ermitteln und Fördermöglichkeiten zu prüfen". Die VG-Werke sollen beauftragt werden, „ein Konzept inklusive Kostenermittlung für öffentliche Trinkbrunnen ... noch in 2026 im Werksausschuss zur Beratung vorzulegen". 

Außerdem soll beim Landkreis und den anderen sechs VGs des Kreises SWP die Bereitschaft für ein gemeinsames Vorgehen beziehungsweise Kooperationen abgefragt werden.

Manfred Seibel will unter anderem klären, „wie zum Beispiel in unseren Schulen und Kitas mit den fast unerträglichen Temperaturen innerhalb und außerhalb der Gebäude umgegangen werden soll, welche Maßnahmen zur Abmilderung ergriffen werden können, warum zum Beispiel die Entsiegelung, trotz entsprechender Beschlussfassung, des Schulhofes an der Grundschule Hauenstein nicht längst erfolgt ist."

Haben wir zu viele versiegelte Flächen?

„Brauchen wir andere Baumarten im Dorfbereich, an den langen Straßen entlang et cetera, um noch mehr Schattenbildung zu produzieren?", thematisiert unter anderem die kommunale SPD. „Haben wir zu viele versiegelte Flächen geschaffen? Können oder müssen wir mit dem klimarestistenten Waldumbau, auch in privaten Flächen, anfangen?"

Wir stehen vor Aufgaben die wir anpacken müssen.

„Wir stehen als Gemeinschaft im Dorf vor einigen Aufgaben die wir anpacken müssen. Wir können und sollten nicht warten bis Entscheidungen von der oder den nächsten Ebenen fallen. Es wird uns niemand abnehmen", heißt es abschließend im SPD-Antrag. 

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