Der Vorsitzende Theo Wieder begrüßte die Teilnehmenden und erinnerte an das Motto des diesjährigen Katholikentages in Würzburg. „Hab' Mut, steh auf". Er wünsche auch der Diözesanversammlung Mut – „Mut, für neue Wege, Mut, für die Zukunft und für optimistische, zukunftsfähige Entscheidungen".
Bischof Wiesemann. Es braucht „großen Mut“.
Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann griff diesen Gedanken auf. „Wir stehen heute vor einem großen Einschnitt, und dafür braucht es großen Mut." Es gehe darum, die pastoralen Strukturen neu aufzustellen, um die Kirche missionarisch und geistlich in die Zukunft zu führen, so dass die Menschen auch in den neuen, größeren Räumen Beheimatung erfahren.
Mehr Eigeninitiative.
„Eigeninitiative soll gefördert, Ehrenamtliche sollen kompetent begleitet werden und Kirche soll stärker in die unterschiedlichen Lebenswelten hineinwirken." Es brauche „mutige Schritte für die Zukunft, damit die Vielfalt von Kirche auch Morgen gefördert und lebendige Realität wird." Er rief die Mitglieder dazu auf, sich vom „Mut zum Aufbruch" leiten zu lassen, um die Kirche „lebendig in die Zukunft zu führen".
Die Rückmeldungen. Brauchen Fundament.
Zu Beginn der Sitzung präsentierten Thomas Bauer und Alexander Hunt-Radej aus der im Bischöflichen Ordinariat zuständigen Steuerungsgruppe die Auswertung der Resonanzen in der zweiten Beratungsphase. Diese resultieren aus Dekanatsbesuchen, Resonanzveranstaltungen für verschiedene Berufsgruppen, Rückmeldungen per E-Mail sowie einem digitalen Fragebogen.
Die zuständigen Arbeitsgemeinschaften und die leitende Steuerungsgruppe haben aus diesen Ergebnissen zwölf Voten entwickelt. Diese wurden der Versammlung von Generalvikar Markus Magin, Kerstin Fleischer, Marius Wingerter, Martin Fischer und Wolfgang Jochim aus der Steuerungsgruppe vorgestellt und zur Abstimmung vorgelegt. Generalvikar Markus Magin betonte: „Es geht heute nicht darum, nur Stimmungsbilder einzuholen. Es geht darum, durch die heutigen Entscheidungen die Basis für die Weiterarbeit zu legen. Wenn wir diese Basis nicht bauen, haben wir kein Fundament, auf dem wir weiterbauen können."
Neustrukturierung des Bistums.
Die Versammlung stimmte einstimmig für die künftige Einrichtung zweier pastoraler Strukturebenen. Die Pfarrei als Strukturierungs- und Koordinationsebene, die Gemeinden als Orte konkreter lebendiger Gestalt von Kirche. Zudem wurden die territorialen Grenzen für die künftigen Pfarreien festgelegt. Diese orientieren sich in großen Teilen an den Grenzen der bisherigen Dekanate.
Im Norden des Bistums werden die neuen Pfarreien KL-Donnersberg (bestehend aus den bisherigen Pfarreien Feilbingert, Göllheim, KL Stadt, Kirchheimbolanden, Otterberg, Rockenhausen, Winnweiler) sowie Landstuhl-Kusel (bestehend aus den bisherigen Pfarreien Kusel, Landstuhl, Lauterecken, Queidersbach, Ramstein-Miesenbach, Schönenberg-Kübelberg) gegründet.
Gemeinden als Orte gelebten Glaubens.
In den aktuellen Pfarreien sollen die Pfarreiräte Prozesse zur Bildung der künftigen territorialen Gemeinden anstoßen. Dabei ist es möglich, die bestehende Pfarrei in eine Gemeinde zu transformieren; es können aber auch solche mit neuen Grenzen gegründet werden. Künftig sollen im Rahmen einer Gemeindeversammlung oder im Rahmen der Pfarrgremienwahl Gemeindeteams gebildet werden, die unter anderem an der Verwaltung des Vermögens mitwirken und sich um die Anliegen vor Ort kümmern.
Schaffung neuer Gremien.
Die neuen Pfarreien werden von einem dreiköpfigen Pfarreivorstand geleitet, bestehend aus dem leitenden Pfarrer, einem Pfarreireferenten / einer Pfarreireferentin sowie einer Pfarramtsleitung.
Zur Förderung und Koordinierung des Laienapostolates stimmte die Versammlung für die Einrichtung eines Pfarrsynodalrates in den künftigen Pfarreien. Dieses Gremium soll künftig gemeinsam mit dem Pfarreivorstand die Leitungsverantwortung für die Pfarreien übernehmen. Darüber hinaus wird in jeder Pfarrei ein Verwaltungsrat gebildet, der das Vermögen der Kirchengemeinde verwaltet.
Die Verwaltung der künftigen Pfarreien soll in einem zentralen Pfarrbüro am Pfarrsitz zentralisiert werden.
Schließlich wurde entschieden, dass das Bischöfliche Ordinariat bis zur nächsten Diözesanversammlung am 31. Oktober einen Projektphasenplan erstellt. Text. is.