15.07.2026 - Traktor-Abenteurer. Baden im Fluss. In der Idylle.

Nachtlager für den heutigen Mittwoch. Mitten im Grünen auf dem Balkan in Kroatien ... Foto. Getto.

Von Robert Wilhelm.

OBEROTTERBACH. KROATIEN. Sie sind mitten im Nirgendwo in Kroatien auf dem Balkan, der voller Schönheit und netten Menschen ist. Heute Abend campieren Birgit und Albert Getto auf ihrem Traktor-Abenteuer auf dem Rückweg von der türkischen Mittelmeerküste in die Südpfalz ganz idyllisch in der Natur an einem Flüsschen. „Wo ich jetzt gleich ausgiebig baden werde“, freut sich Albert im Gespräch am heutigen Mittwochabend mit suewpress.de.

Lesezeit: 01:45 Minuten

Baden im Fluss. Dann ein Bier und ein Glas Sekt.

Die Kraft, am heutigen Abend in der grünen Abgeschiedenheit bei dem Örtchen Ljevi Stefanie aufzutanken, werden sie sicherlich brauchen. Sie haben sich entschieden, die kroatische Hauptstadt Zagreb östlich liegen zu lassen. Aber an dem Weg durch die slowenische Kapitale führt kein Weg vorbei. Derzeit sind sie noch rund 160 Kilometer südlich von Ljubljana entfernt. Das Durchqueren der Stadt mit ihrem Traktor-Wohnwagen-Gespann steht also für übermorgigen Freitag an. „Eine Herausforderung“, durch die Stadt hindurch zu kommen, ist sich Albert sicher. 

Noch Tausend Kilometer bis nach Hause. 

Heute um 6 Uhr in der Früh sind die beiden aus dem Städtchen Kutina im Irgendwo gestartet und haben mit ihrem Deutz, Baujahr '61, und dem 80er-Jahre-Wohnwagen 103 Kilometer zurückgelegt. Nun haben sie von rund 7000 Kilometern hin und zurück rund 6000 geschafft. 

Gastfreundschaft und Neugierde ungebrochen.

Weiterhin begeistert sind Birgit und Albert von der ungebrochenen Gastfreundschaft der Menschen auf dem Balkan. So habe sie am gestrigen Dienstag ein Autofahrer, der das deutsche Kennzeichen am Trekker erkannte, angehalten und spontan in einer nahe gelegenen Gaststätte auf ein Bier eingeladen. Er selbst habe nach eigenen Angaben einige Jahre in München gearbeitet. Dann war da noch eine Frau, die die beiden Abenteurer bei einer Fahrtpause auf das Türkei-Banner am Traktor angesprochen habe. Zehn Minuten nach dem Abschied sei schon der Vater der Frau aufgetaucht und lud zum Fischessen ein.

Wenn sich Horizonte verschieben.

Bisher hatten die bekennenden Türkei-Urlauber Birgit und Albert keine Ahnung vom Balken. Weder von den Landstrichen, noch von deren Menschen. Doch. „Wir sehen das jetzt mit ganz anderen Augen. Und wir verbinden das hier mit den Menschen vor Ort jeden Tag aufs Neue.“ Und wenn Albert dabei über die 1000 täglichen Kleinigkeiten in Deutschland reüsiert, lautet sein Kommentar, dass das aufgrund seiner Erfahrung auf der Abenteuer-Reise mittlerweile an ihm vorbei gehe. Und er sei dankbar dafür, so der fast 70-Jährige. Alles gesagt. 

Wir bleiben dran. Auf den letzten 1000 Kilometern durch Slowenien, Österreich und Deutschland bis nach Oberotterbach in der Südpfalz. 

... direkt an einem Fluss gelegen, in dem Albert Getto baden gehen will. Foto. Getto.
... direkt an einem Fluss gelegen, in dem Albert Getto baden gehen will. Foto. Getto.
Unterwegs. Zeichen des Jugoslawien-Krieges von vor Jahrzehnten. Ein zerstörte Kirche. Foto. Getto.
Unterwegs. Zeichen des Jugoslawien-Krieges von vor Jahrzehnten. Ein zerstörte Kirche. Foto. Getto.

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