Am Mittwochmorgen wurden zunächst in der Kettengasse Verkehrszeichen angebracht, die auf die querende Fußgängerzone hinweisen. Da dachte wohl noch kaum jemand an eine dauerhafte Sperrung. Schilder stellen für mehr Achtsamkeit. Und so. Am Nachmittag aber folgte dann noch auf jeder Einmündungsseite jeweils ein schwarzer Metall-Poller inmitten der Fahrbahn. Kein Durchkommen mehr für Pkw, geschweige denn Lkw.
Die Kreuzung sorgt seit geraumer Zeit für Stirnrunzeln in der Stadtpolitik und war auch schon Thema im Stadtrat. Vor allem vor dem Hintergrund, dass motorisierte Verkehrsteilnehmer, von der oben liegenden Weinstraße (B 427) immer wieder recht flott die FuZo queren, ohne zu bremsen und das trotz Haltelinie und Rechts-vor-links-Regelung. Zudem wurde von Autofahrern mehrfach täglich gegen die nach Straßenverkehrsordnung ausgeschilderte Regelung verstoßen, nicht nach links in die FuZo einfahren zu dürfen. Von den sich auf ihr Navi berufenden Ortsfremden fangen wir hier erst gar nicht an …
Ob das Dicht-Machen der Kreuzung von Erfolg gekrönt oder ein weiterer Sargnagel für die eh schon halb leer stehende FuZo sein wird, bleibt nun abzuwarten.
Verkehr sucht sich seinen Weg.
Illusorisch allerdings dürfte sein, zu glauben, dass die Sperrung der Kreuzung für weniger Autoverkehr in der FuZo sorgen wird. Wie sagen alle Experten immer, wenn sich gewohnte Routen ändern, sucht sich der Verkehr seinen Weg. Und das wird nun verstärkt über die einzig offiziell erlaubte Zuwegung an der sehr schmalen Ecke FuZo/Bärengasse/Am Plätzel oder über die westlich gelegene Zuwegung über den Marktplatz geschehen. Viel Spaß für die Gäste in den beiden Außengastronomien dort und den freitäglichen Wochenmarkt. Im Übrigen wurde dieser Zugang bisher trotz unübersehbar beschilderten Einbahnstraßen-Regelung tagtäglich mehrfach unerlaubter Weise befahren.
Warten auf Infos vom Ordnungsamt.
Zu dem ganzen Vorgang haben wir das zuständige/ausführende Ordnungsamt der VG-Verwaltung BZA angefragt. Eine Antwort wurde uns zugesagt, ist bislang aber noch nicht bei uns eingegangen. Wir bleiben am Ball.
Auch das gehört dazu.
Fazit zum heutigen Donnerstag. Deutlich weniger Auto- und Lkw-Verkehr in der FuZo. Mal schauen, ob es anhält. Oder ob die Verkehrsteilnehmer nur ein paar Tage Zeit brauchen, um sich umzugewöhnen.