Fraktionen und Omas zeigen Flagge.
Ist-Situation heute. Omas gegen Rechts sind mit einer Mahnwache vor Ort. So auch Fraktionen des Stadtrates mit Infoständen. Nur die AfD nicht. Die ist in der Kurstadt personell auch trotz eines sehr starken Wahl-Ergebnisses sehr schlecht aufgestellt, kann nicht einmal einen Nachrücker für eine aus dem Stadtrat ausgeschiedene Mandatsträgerin benennen. Der Sitz bleibt vorerst leer.
Geschäftsfrau dankbar, will aber eigentlich nur ihre Ruhe.
Situation zuvor. Die Geschäftsfrau Alexandra Neufeld hatte den AfD-Stand moniert, das Ordnungsamt jedoch hat die Anlaufstation der „Blauen“ genehmigt. Punkt. Alexandra Neufeld fühlte sich zudem urplötzlich durch konkrete Aussagen von Kunden in die Nähe der AfD gerückt. In der Tat keine einfache Situation. Beim Vorbeischauen im Frühjahr fuhren etliche Pkws hupend und mit Daumen hoch am AfD-Stand vorbei. Auch das verstärkte den Eindruck, sie sei es doch wohl, die die AfD vor ihren Laden gelockt habe. Weit gefehlt.
Sie möchte am Liebsten gar niemanden vor ihren Schaufenstern stehen sehen, sondern schlichtweg in Ruhe ihrem Brotverdienst nachgehen können, sagt sie beim Hinausgeleiten eines zufriedenen Kunden am heutigen Freitagmorgen.
Und? Die Reaktion von anderen Parteien mit ihren eigenen Info-Ständen kontra AfD Präsenz zu zeigen, begrüßt Alexandra Neufeld ausdrücklich. Zumindest habe das Ganze eines bewirkt. Die AfD sei nicht mehr vor ihrem Geschäft und sie werde mit dieser Partei hoffentlich nicht mehr als womögliche Sympathisantin in Verbindung gebracht.