18.07.2026 - 1000 Erstklässler. Mit Anspruch auf ganztägige Förderung. 680 Plätze.

SÜW. Nach den Sommerferien ist es soweit. 1033 Kinder auf dem Gebiet des Landkreises SÜW werden eingeschult. Diese „Abc-Schützen“ sind die ersten Einschulungskinder im Landkreis SÜW, die entsprechend der landesweiten Regelung einen Anspruch darauf haben, ganztags unterrichtet und betreut zu werden, und zwar acht Stunden lang am Tag, inklusive Unterrichtszeit und Mittagessen. Auch während der Ferien besteht für sie der Rechtsanspruch auf „Ganztag“. Der Jugendhilfeausschuss des Landkreises SÜW hat entsprechend in seiner jüngsten Sitzung erstmals einen „Gafög-Bedarfsplan“ beschlossen. Gafög steht für Ganztagsförderungsgesetz.

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Erster Kreisbeigeordneter Georg Kern, in dessen Zuständigkeit das Jugendamt liegt, sagt. „Im Mittelpunkt unserer Ganztagsförderung-Bedarfsplanung steht das Ziel, dass möglichst alle Kinder ein für sie angemessenes und ihnen förderliches Angebot von Erziehung, Bildung und Betreuung finden. Daneben sollen Eltern darin unterstützt werden, Familie und Beruf gut miteinander verbinden zu können.“

Ab August greift diese neue Regelung zunächst für alle Kinder, die in die erste Klasse kommen. Mit jedem weiteren Schuljahr wird eine weitere Klassenstufe dazukommen, für die der Rechtsanspruch greift. Ab dem Schuljahr 2029/2030 steht das Recht dann allen Grundschulkindern von Klasse 1 bis 4 zu.

Aufgaben der Schulträger.

Die Träger der Grundschulen (Betreuende Grundschulen und Ganztagsschule in Angebotsform) sind auf dem Gebiet des Landkreises SÜW die VGs Annweiler, BZA, Edenkoben, Herxheim, LD-Land, Maikammer und Offenbach sowie die Ortsgemeinden Insheim und Klingenmünster. Der Landkreis SÜW ist Träger der Förderschulen in Annweiler und BZA. Der Caritasverband für die Diözese SP ist Träger der Förderschule in Herxheim. 

Diese Träger der Grundschulen planen die Angebote an ihren jeweiligen Schulstandorten zu Schul- und Ferienzeiten, schaffen die räumlichen und personellen Voraussetzungen, fragen den jährlichen Bedarf zur tatsächlichen Inanspruchnahme des Betreuungsanspruchs für das kommende Schuljahr ab, qualifizieren bei Bedarf Bewerber für die Aufgabe der Betreuung und führen die Ganztagsbetreuung durch. Der Landkreis SÜW als Träger der öffentlichen Jugendhilfe hat laut Gesetz außerdem die Gesamtverantwortung einschließlich der Planung.

Blick zurück.

Das Jugendamt hat rund 3200 Familien aus dem Kreisgebiet angeschrieben, die Rücklaufquote betrug 42,32 Prozent. Von den Familien, die teilgenommen haben, meldeten etwa 65 Prozent einen Bedarf an Ganztagsbetreuung. Der Betreuungsbedarf in den Schulferien lag bei 45 bis 55 Prozent, je nachdem, ob das Betreuungsangebot kostenpflichtig wäre oder nicht.

Das umfasst der Plan.

Zahlreiche Arbeitsgruppensitzung und Bedarfsplanungsgespräche später steht nun im ersten Gafög-Bedarfsplan des Landkreises SÜW für jede der 26 Grundschulen im Kriegsgebiet, wie die Sachlage auf den Dörfern und in den Städten ist. Insgesamt können die Träger der Grundschulen auf dem Gebiet des Landkreises SÜW 677 Ganztagsplätze bei 1033 Einschulungskindern anbieten, was rund 65 Prozent entspricht. Text. sp. 

Im Netz.

www.suedliche-weinstrasse.de/gafoegbedarfsplan2026.

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