18.07.2026 - Traktor-Abenteurer. Letzte große Hürde gemeistert. Ljubljana.

Auf ihrem Weg zurück in die Südpfalz haben Birgit und Albert Getto das Balkan-Massiv (Hintergrund) verlassen und steuern am heutigen Samstag das Drei-Länder-Eck Slowenien/Italien/Österreich an. Foto. Getto.

Von Robert Wilhelm. 

OBEROTTERBACH. SLOWENIEN. „Roll, roll, roll your boat gently down the stream ...“ Das englisch-us-amerikanische Volks- und Kinderlied beschreibt musikalisch wohl sehr treffend die derzeitige Stimmung von Birgit und Albert Getto auf ihrer Reise zurück in die Südpfalz nach Oberotterbach. Die beiden Traktor-Abenteurer sind absolut entspannt unterwegs, als wir sie am heutigen Samstagmittag im Drei-Länder-Eck Slowenien/Italien/Österreich erreichen. Auf der Heimreise von der türkischen Mittelmeerküste, wohin sie vor Wochen aufgebrochen waren. 

Lesezeit: 01:31 Minuten

Bis heute Nachmittag/Abend wollen die beiden mit ihrem Traktor-Wohnwagen-Gespann noch bis zum Städtchen Kranjska Gora kommen. Das liegt gerade noch in Slowenien. Am morgigen Sonntag soll es dann über die Grenze nach Österreich gehen. Die Heimatluft rückt also immer näher. „Jetzt schauen wir, dass wir das Traktorle heil nach Hause bringen.“ Albert rechnet mit etwa 12 bis 13 Tagen.

Queren der Hauptstadt Ljubljana eine Herausforderung.

Entspannt „schwimmen/rollen“ die beiden mit ihrem alten Deutz, Baujahr '61, vor allem, weil es Birgit und Albert am gestrigen Freitag tatsächlich ohne Probleme mit ihrem Tandem-Gefährt durch die slowenische Hauptstadt Ljubljana geschafft haben. Gut zwei Stunden habe es durch das Verkehrsgewimmel gedauert. „Es war durchaus eine Herausforderung“, kommentiert Albert den Ritt diplomatisch.

Und das bei einer Gluthitze. Am heutigen Samstagmittag herrschten um 12 Uhr bereits 35 Grad. Und das bei einer extremen Schwüle. 

Begeisterung der Menschen ungebrochen.

Ungebrochen, ob über Land oder in der Hauptstadt sei die Neugierde und Freundlichkeit der Menschen am Wegesrand. „Die Eindrücke sind nach wie vor toll“, so Albert Fußgänger winken, passierende Autofahrer machen beim Überholen in Höhe des Traktors extra langsam, um zu fotografieren, zu hupen und den Daumen hoch zu strecken, ungeachtet der ständig daraus entstehenden Kleinstaus, erzählt Albert begeistert. Apropos. Bisher haben sie rund 4500 Kilometer zurückgelegt. Wenn sie dabei 4500-mal fotografiert worden seien, sei das noch sehr stark untertrieben ...

Begeistert waren auch zwei Camping-Urlauber am gestrigen Freitagnachmittag, die mit ihrem Wohnmobil auf dem Weg zum Wörther See waren. Mit Alzeyer Kennzeichen. Angehalten und gut anderthalb Stunden ganz spontan miteinander verbracht. 

Info. 

Übrigens. In drei Tagen steht etwas ganz Besonderes und einer der wohl privat ungewöhnlichsten Jahrestage an. Birgit und Albert feiern ihren 42. Hochzeitstag. Auf einem alten Deutz … Wir schauen, dass wir sie dann wieder erreichen. 

Impressionen am Wegesrand. Aufgebahrtes Militär-Gerät aus der Zeit des Balkankrieges in Folge des Zerfalls Jugoslawiens. Foto. Getto.
Impressionen am Wegesrand. Aufgebahrtes Militär-Gerät aus der Zeit des Balkankrieges in Folge des Zerfalls Jugoslawiens. Foto. Getto.
Trutzige, uralte Festungen. Foto. Getto.
Trutzige, uralte Festungen. Foto. Getto.
Dichte Wälder des Balkans spenden bei der Hitze wenigstens etwas Abkühlung. Foto. Getto.
Dichte Wälder des Balkans spenden bei der Hitze wenigstens etwas Abkühlung. Foto. Getto.

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