21.09.2026 - Ausscheren? Aus Wärmeversorgung. Bei Grundschul-Neubau.

Geht es nach CDU und Grünen im VG-Rat soll der geplante Neubau (brauner Kubus) der Böhämmer-Grundschule aus dem neuen Nahwärmenetz ausgeklinkt und nach Alternativen gesucht werden.

OBEROTTERBACH. BZA. Wenn am morgigen Dienstagabend der VG-Rat BZA in der Otterbachhalle zu seiner nächsten Sitzung zusammenkommt, könnte ein Punkt am Ende der öffentlichen Tagesordnung besonders interessant werden. Ein gemeinsamer Antrag von CDU und Grünen in Sachen Wärmeversorgung für den geplanten Erweiterungsbau der Böhämmer-Grundschule in BZA. 

Lesezeit: 01:30 Minuten

Fest steht, dass das Alfred-Grosser-Schulzentrum energie-technisch auf neue Füße gestellt wird. Mittels eines von den Stadtwerken BZA betriebenen Nahwärme-Netzes. Die bisher alleinig genutzten Brennstoffe Öl und Gas werden um die Nutzung von Holz-Pellets und einer Wärmepumpen-Kaskade ergänzt. Das heißt, mehrere Wärmepumpen werden zusammengeschaltet, um zielgenau dort zu heizen, wo es gerade nötig ist. Die Kaskadierung kommt zumeist bei großen Flächen zum Einsatz. 

Bruch der Koalition.

Das neue Energiekonzept sorgte für Unmut bei den Grünen in der daran unlängst zerbrochenen Mehrheitskoalition im VG-Rat von SPD, FWG und Grünen. Eine Folge davon war in der vorangegangenen Sitzung in Dierbach, dass Stadtbürgermeister Hermann Augspurger den sicher geglaubten Ersten Beigeordnetenposten auf VG-Ebene nicht bekam, sondern der Rat in geheimer Abstimmung den Gegenkandidaten Tobias Weisenburg von der CDU ins Amt hob. Aber das nur am Rande. 

Zum Antrag von CDU und Grünen.

Während das von etlichen Seiten festgezurrte neue Heizsystem für das Schul- und Sportzentrum steht, gibt es offensichtlich beim geplanten Erweiterungsbau der Böhämmer-Grundschule noch Spielraum. So wollen CDU und Grüne den Erweiterungsbau aus dem Nahwärme-Netz auskoppeln und die Planung zu Wärmeversorgung und Klimatisierung einer Änderung unterziehen.

Keine eigenen Mehrheiten.

Interessant könnte das Ganze werden, weil nach dem Ausstieg der Grünen weder die Restkoalition noch die neue (punktuelle) Phalanx von Grünen und CDU über eigene Mehrheiten verfügen. Insgesamt hat der VG-Rat 36 Sitze. Es braucht also 19 Sitze für eine absolute Mehrheit. SPD (11) und FWG (6) kommen jedoch zusammen nur auf 17. CDU (10) und Grüne (3) gar nur auf 13 Sitze. Ungewiss ist, wie sich AfD (5) und FDP (1) verhalten/abstimmen werden, sollte der Antrag nicht zunächst in einen Ausschuss verwiesen werden. Text. rw. Foto. Planungsbüro.

VG-Ratssitzung.

Morgen, Dienstag, 18 Uhr, Otterbachhalle in Oberotterbach.

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