Gemeinsam mit der Schulgemeinschaft um Schulleiterin Sabine Pfeiffer haben LDs Bürgermeister Lukas Hartmann, Beigeordnete Jennifer Braun, die Beigeordnete der VG Offenbach, Pia Werling, Schulrätin Silke Schick sowie Vertreter von Stadtverwaltung, Architekturbüro und den beteiligten Gewerken die neuen Räume jetzt offiziell eingeweiht.
„Noch bevor hier die ersten Wände standen und wir über Steckdosen, Türen oder Bodenbeläge gesprochen haben, hatten wir eine Vorstellung davon, was dieser Anbau einmal sein soll: nicht nur ein Lernort, sondern auch ein Lebensort für unsere Kinder“, unterstrich Schulleiterin Sabine Pfeiffer bei der Einweihungsfeier. „Dass diese Vorstellung jetzt Wirklichkeit geworden ist, verdanken wir ganz vielen Menschen. Das Projekt war von Anfang an geprägt von großer Gesprächsbereitschaft und dem Willen, gemeinsam gute Lösungen zu finden. Dafür gilt mein großer Dank dem GML und der ganzen Stadtverwaltung, Polychrom Architekten und den beteiligten Gewerken ebenso wie unserem Kollegium, den Eltern, dem Schulelternbeirat und unserem Förderverein.“
Der Mehrraum.
Auf rund 391 Quadratmetern zusätzlicher Innenfläche hat das GML einen Mehrzweckraum, einen Speiseraum, zwei Betreuungsräume, ein Klassenzimmer sowie großzügige Flur- und Nebenflächen geschaffen. Damit ist die Grundschule dauerhaft für zwei Klassen pro Jahrgang mit insgesamt acht Klassen und bis zu 141 Kindern gerüstet.
Kinder sind meiste Zeit des Tages in der Schule.
Für die neue Schul- und GML-Dezernentin Jennifer Braun war die Einweihung zugleich eine Rückkehr an einen vertrauten Ort: Sie besuchte selbst die Grundschule Dammheim. „Für mich persönlich war das heute ein kleines ‚Back to the roots‘“, freute sich Braun. „Vor allem ist es schön zu sehen, was hier für die Kinder entstanden ist. Schule ist längst nicht mehr nur ein Ort für Unterricht. Kinder verbringen hier einen großen Teil ihres Tages. Deshalb brauchen sie Räume, in denen sie sich wohlfühlen, gemeinsam lernen, essen, spielen und sich entwickeln können.“
Begonnen und weitgehend umgesetzt wurde das Bauprojekt noch unter der Zuständigkeit von Bürgermeister Lukas Hartmann als damaligem GML-Dezernenten. „Nach dem ersten Anbau 2019 ist das bereits die zweite Erweiterung. Das zeigt, wie sich der Schulstandort Dammheim entwickelt hat“, so Hartmann. „Jetzt sichern wir dauerhaft die Zweizügigkeit und haben gleichzeitig energetisch einen großen Schritt nach vorne gemacht. mit Holzbau, Erdwärme, Photovoltaik und Gründach. So haben wir nicht nur mehr Platz geschaffen, sondern den gesamten Schulstandort fit für die Zukunft gemacht.“
Die Grundschule Dammheim ist ein gemeinsamer Schulstandort für Kinder aus dem LDer Stadtdorf und der benachbarten Ortsgemeinde Bornheim. Die Stadt LD und die VG Offenbach arbeiten dabei eng zusammen. Im laufenden Schuljahr besuchen 115 Kinder die Schule, davon 55 aus Dammheim und 60 aus Bornheim. Die Grundlage für die Kostenaufteilung für die zweite Erweiterung wurde 2022 vereinbart. Für die Aufteilung wurde damals eine Schülerzahl von 126 Kindern zugrunde gelegt: 81 Kinder aus Bornheim und 45 aus Dammheim. Daraus ergibt sich die vereinbarte Kostenbeteiligung von 64 Prozent für die VG Offenbach und 36 Prozent für die Stadt LD.
„Die Grundschule Dammheim zeigt, wie interkommunale Zusammenarbeit ganz konkret funktionieren kann“, betont die Offenbacher Beigeordnete Pia Werling. „Für unsere Bornheimer Kinder sichern wir damit einen wohnortnahen Grundschulstandort mit kurzen Wegen. Dass wir gemeinsam die Voraussetzungen für die dauerhafte Zweizügigkeit geschaffen haben, ist vor allem für die Kinder und ihre Familien eine gute Nachricht.“
Geheizt wird mit Erdwärme.
Auch in Sachen Nachhaltigkeit hat das neue Gebäude einiges zu bieten: Es wurde als Holzkonstruktion errichtet und stufenlos an den Bestand angeschlossen. Elf bis zu 95 Meter tiefe Erdsonden sorgen dafür, dass die gesamte Schule zu rund 98 Prozent mit Erdwärme beheizt werden kann. Die Finanzierung der Heizungsanlage erfolgte aus KIPKI-Mitteln der Klimastabsstelle der Stadt Landau. Hinzu kommen eine Photovoltaikanlage und 461 Quadratmeter begrüntes Dach. Die PV-Anlage wird künftig rund 50.000 Kilowattstunden Strom im Jahr erzeugen. Bei einem prognostizierten Bedarf von rund 35.000 Kilowattstunden. Damit entspricht die Schule bilanziell einem Null-Energie-Gebäude.
Eltern packen mit an.
Auch draußen wurde gemeinsam angepackt: Schulhof, Spielplatz und Grünanlagen wurden von Schule, Lehrkräften, Schulelternbeirat, Förderverein, Eltern, Handwerk und Verwaltung gemeinsam gestaltet. Besonders die Eltern brachten dabei viel Eigenleistung ein. Insgesamt verfügt die Grundschule Dammheim nun über rund 1.401 Quadratmeter Innenfläche und rund 2.660 Quadratmeter Freifläche.
Die Kosten.
Die Gesamtkosten für das Bauprojekt belaufen sich auf rund 1,85 Millionen Euro. Das Land RLP fördert das Vorhaben über die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) mit 910.000 Euro. Text. sp.