23.05.2026 - Pflege. Thema von MP Schnieder und Bischof.

Der neue RLP-MP Gordon Schnieder in SP, hier mit Bischof Karl-Heinz Wiesemann.

SP. Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann hat die Arbeit von Pflegenden als unverzichtbaren Dienst am Menschen gewürdigt und zugleich auf die Spannungen hingewiesen, unter denen Pflege heute steht. „Pflege ist nicht nur eine Frage der richtigen Handgriffe, sondern immer auch eine Frage der Haltung", sagte der Bischof bei einem pflege-ethischen Kongress im Priesterseminar SP.

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Der von katholischen Pflegeverbänden organisierte Kongress befasste sich mit ethischen Fragen der Pflege, professioneller Verantwortung und Selbstfürsorge. Wiesemann dankte den Pflegenden für ihren Einsatz in Situationen besonderer Verletzlichkeit. In Krankheit, Alter, Behinderung und am Lebensende. Nur wenige Bereiche seien dem Menschen so nah, gerade dort, wo existenzielle Fragen von Angst, Hoffnung oder Ohnmacht aufbrechen.

Zugleich betonte er die wachsenden Belastungen im Pflegealltag. Zeitdruck, Personalmangel und steigende Anforderungen führten dazu, dass Pflegende täglich zwischen Anspruch und Machbarkeit abwägen müssten. „Gute Pflege scheitert heute oft nicht am Engagement der Pflegenden, sondern an den Bedingungen, unter denen sie arbeiten müssen", so Wiesemann.

Auf eigene Kräfte achten.

Selbstfürsorge sei dabei keine Form von Egoismus, sondern Voraussetzung verantwortlichen Handelns. Das kirchliche Ideal selbstloser Hingabe sei mitunter so verstanden worden, dass eigene Grenzen verloren gingen. Wer gut für andere sorgen wolle, müsse auch die eigenen Kräfte achten und Grenzen wahrnehmen.

Auch die strukturelle Perspektive hob der Bischof hervor: Gute Pflege brauche verlässliche Rahmenbedingungen, die professionelles Handeln und menschliche Zuwendung ermöglichen, darunter ausreichend Personal, tragfähige Zeitstrukturen und unterstützende Arbeitsbedingungen.

Zukunft der Pflege. 

Am Rande des Kongresses kam Wiesemann zudem mit dem neuen rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Gordon Schnieder zusammen, der die Tagung ebenfalls mit einem Grußwort begleitete. Der Austausch unterstrich aus Sicht des Bischofs die Bedeutung politischer Verantwortung für die Zukunft der Pflege. Gute Versorgung gelinge nur im Zusammenspiel von Politik, Trägern und professioneller Praxis. Text. sp. Foto. is. Pressefrei.

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