OB Dominik Geißler hat die Resolution jetzt an Bahnchefin Evelyn Palla und Bundesverkehrsminister Steffen Bilger geschickt. Die Botschaft aus LD. Persönlicher Service an einem der wichtigsten Mobilitätsknotenpunkte der Region darf nicht einfach verschwinden.
Der Stadtrat hatte sich mit den Schließungsplänen beschäftigt und daraufhin eine Resolution zum Erhalt des Reisezentrums beschlossen. Darin formuliert das Gremium eine klare Forderung an die Bahn. Ein wichtiger Mobilitätsknotenpunkt wie Landau braucht persönlichen Service vor Ort.
Denn aus Sicht des Stadtrates geht es um deutlich mehr als den reinen Verkauf von Fahrkarten. Das Reisezentrum bietet persönliche Beratung und Betreuung vor Ort. Ein Angebot, das nach Auffassung des Gremiums durch eine Auslagerung an externe Partner nicht gleichwertig ersetzt werden kann.
Besonders betroffen wären ältere Menschen und alle, die keinen Zugang zu Online-Diensten haben oder kein Smartphone nutzen. Aber auch für Gäste, die sich vor Ort über Verbindungen, Tarife oder ihre Weiterreise informieren möchten, ist das Reisezentrum eine wichtige Anlaufstelle.
Hinzu kommt ein weiterer Aspekt, den der Stadtrat in seiner Resolution ausdrücklich hervorhebt: Das Reisezentrum sorgt für eine natürliche Belebung des Bahnhofsgebäudes und trägt damit auch zur Sicherheit und Aufenthaltsqualität am Hauptbahnhof bei.
Für den Stadtrat wiegt außerdem besonders schwer, dass der Landauer Hauptbahnhof weit über die Stadtgrenzen hinaus Bedeutung hat. Als zentraler Umstiegs- und Mobilitätsort für LD und die SÜW bedient er ein Einzugsgebiet von rund 160.000 Menschen.
Entsprechend deutlich fällt die Forderung der Resolution aus: „Wir fordern Sie auf, die geplante Schließung des DB-Reisezentrums zurückzunehmen und dieses wichtige Serviceangebot am Hauptbahnhof der Stadt LD zu erhalten“, so der Stadtrat in seiner einstimmigen Resolution. Text. sp.