27.04.2026 - Bekämpfung. Von Tapinoma magnum. Hotspot Burrweiler.

Exemplare der eingeschleppten Ameisenart Tapinoma magnum (Große Drüsenameise). Foto. Stadt. LD. Frei.

Von Ivonne Trauth.

BURRWEILER. Im Kampf gegen die sich insbesondere seit vergangenem Jahr eingeschleppte Ameisenart Tapinoma magnum (Große Drüsenameise) wurden im besonders heimgesuchten Burrweiler Nematoden ausgebracht. Am Krieger-Denkmal ist Christian Weiller von der VG-Verwaltung Edenkoben beim Gießen der Flächen anzutreffen. Nematoden sind Fadenwürmer und haften sich an die Larven von Insekten. In dem Fall an die Brut der invasiven Ameisenart. 

Lesezeit: 02:40 Minuten

Die behandelten Bereiche müssen nass gehalten werden, erklärt Weiller dem Ersten Beigeordneten Eberhard Frankmann und Ortsbürgermeister Christian Weber, die sich vor Ort ein Bild über das Ausmaß machten. Rund um die Kirche, auf den Parkplätzen der Gemeinden am Ortseingang wie auch in der Dorfmitte, wie auch bei privat angrenzenden Gebäuden gibt es ein überaus großes Vorkommen der invasiven Ameisenart. Herausgearbeiteter Mörtel, aufgehäufter Sand, Ameisen-Autobahnen entlang von Sandsteinmauern. All das zeigt sich in Burrweiler an diesem Morgen.

„Um Christian Weiller bei der intensiven Bekämpfung in Burrweiler zu unterstützen, wird nun für die Ortsgemeinde Burrweiler eine Hilfskraft gesucht", informiert der Erste Beigeordnete. Denn betroffene Stellen müssen regelmäßig ein bis zwei Mal die Woche kontrolliert werden und bei einem Befall muss weiterhin bekämpft werden. Gespräche mit der Kirche wurden aufgenommen.

Weitere Bereiche in anderen Gemeinden.

Aktuell gibt es wie in der ganzen Südpfalz weitere Bereiche in Altdorf, Böbingen, Edenkoben, Hainfeld und Rhodt, in denen die invasive Ameisenart Tapinoma magnum festgestellt wurden. Letzte Woche wurden die geschulten Gemeindebediensteten mit Bekämpfungsmaterialien versorgt. Die Abstimmungen zur weiteren Koordination laufen kontinuierlich weiter.

Tapinoma Magnum unter der Lupe.

Damit auch die Bürger bei ersten Beobachtungen oder Befall frühzeitig reagieren und so Schäden vermeiden können, hat die VG-Verwaltung einen Überblick erstellt. 

Bevorzugter Lebensraum. Die Tapinoma magnum bevorzugen warme, sonnige und trockene Bereiche sowie sandige Böden unter Pflastersteinen. Hingegen im Grünen und im Rasen fühlt sich die Ameisenart nicht wohl.

Geruch. Zerdrückte Tapinoma-Ameisen verströmen einen ranzig buttrigen, auch acetonischen Geruch. Einheimische Ameisen riechen beim Zerdrücken eher nicht.

Aussehen. Die große Drüsenameise ist schwarz und zwei bis vier Millimeter groß. Bei den Tapinoma-magnum-Arten unterscheiden sich die Größen der Arbeiterinnen häufig, die Länge variiert zwischen 2,5 und 3,5 Millimeter. Sind die Ameisen gleich groß, ist es wahrscheinlich eine heimische Art.

Breite der Ameisenstraße. Die einheimische Wegameise bildet meist einspurige Ameisenstraßen. Tapinoma magnum hingegen bewegen sich regelrecht auf mehrspurigen Ameisen-Autobahnen.

Aussehen der Ameisenpuppen. Die Tapinoma magnum entwickelt sich aus Nacktpuppen ohne Kokon. So lassen sich bereits im Puppenstadium etwa Beine der Tiere erkennen. Die Farbe der Eier und Puppen ist weiß-transparent.

Was tun bei einem Verdachtsfall?

  • Melden Sie Ihren Verdacht bitte bei Monika Damian, Fachbereich Bürgerdienste': montags, dienstags, donnerstags und freitags, von 9 bis 11 Uhr. Kontakt: schaedlingsbekaempfung@remove-this.vg-edenkoben.de oder 06323 959-226
  • Kommen Sie vorbei in der Verbandsgemeindeverwaltung Edenkoben oder im Rathaus Ihrer jeweiligen Ortsgemeinde und nehmen Sie sich ein verschließbares Reagenzglas mit nach Hause.
  • Sammeln Sie bitte eine oder mehrere Ameisen ein, versehen das Reagenzgläschen mit Ihrem Namen, Ihrer Anschrift, Datum und Ort des Fundes sowie ihrer E-Mail-Adresse. Geben Sie das Behältnis in der VG-Verwaltung Edenkoben oder im Rathaus Ihrer Ortsgemeinde ab.
  • Wir in der VG-Verwaltung Edenkoben werden dann bestimmen können, ob es sich bei den Ameisen auf ihrem Grundstück um heimische oder invasive Arten handelt und informieren Sie weiter.
  • Bitte nutzen Sie ausschließlich die ausgegebenen Behältnisse. Die Bestimmung, ob es sich bei den Ameisen um eine heimische oder die invasive Art handelt, kann nur in diesen erfolgen.

Im Netz.

https://www.vg-edenkoben.de/service/bekaempfung-der-invasiven-ameise-tapinoma-magnum/ 

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