Der Wettbewerb zählt zu den wichtigsten Bühnen für den karnevalistischen Nachwuchs in Deutschland. Über vier Vorentscheide in allen Regionen der Bundesrepublik qualifizieren sich die Teilnehmenden für das Finale. Rund 70 Kinder und Jugendliche stehen insgesamt auf der Bühne. Besonders anspruchsvoll ist dabei die Altersklasse 2 (Jahrgänge 2012 bis 2016). Sie ist die teilnehmerstärkste Kategorie und gilt als die am härtesten umkämpfte. Dass sich „Die Rotznaase" hier erneut an die Spitze setzen konnten, unterstreicht die Bedeutung dieses Erfolges.
Märchen zwischen Poesie und Gegenwart.
Mit ihrer Neuinterpretation von „Hänsel und Gretel" fanden Lina Mojses und Frieda Morell einen eigenen, stimmigen Ausdruck. Poetische Passagen verbanden sich mit modernem Jugendslang, leise Töne mit klar gesetztem Humor. So entstand ein Vortrag, der zeigt, wie kraftvoll das gesprochene Wort auch heute noch sein kann. Lebendig, verbindend und nah am Publikum.
Unterschiede, die stark machen.
Begleitet werden die beiden seit ihren ersten Auftritten von Trainerin Jean Baty, die ihre Entwicklung über vier Jahre hinweg intensiv gestaltet hat. Mit großer Leidenschaft für die Büttenrede. Diese Leidenschaft bringt sie nicht nur als Trainerin ein. Auch durch eigene, erfolgreiche Bühnenauftritte kennt sie die Anforderungen des Formates aus erster Hand.
Sie beschreibt das Duo so:. „Die beiden sind beste Freundinnen, aber könnten nicht unterschiedlicher sein. Diese Unterschiede im Charakter arbeiten wir immer wieder auf der Bühne heraus. Jede hat ihre besonderen Stärken, die wir in den Vordergrund stellen. Auch über ihre jeweilige Büttenrolle."
Jean Baty schreibt die Reden selbst, erarbeitet sie gemeinsam mit Lina und Frieda und trainiert regelmäßig mit ihnen. Der Spaß steht dabei immer im Vordergrund. Dabei setzt sie bewusst auch ungewöhnliche Methoden ein. Improvisationseinheiten und eingeplante „Pannen" helfen, Spontaneität, Sicherheit und Ausdruck zu schulen. Zentrale Elemente einer überzeugenden Büttenrede.
Vier Jahre Bühne. Und schon überregional präsent.
Seit vier Jahren stehen Lina und Frieda gemeinsam auf der Bühne. In dieser Zeit sind sie nicht nur künstlerisch gewachsen, sondern auch überregional sichtbar geworden. Bereits mehrfach waren „Die Rotznaase" im Vor- und Liveprogramm der „Badisch-Pfälzischen Fasnacht" zu erleben. Auch von offizieller Seite gab es Anerkennung. Der Verband (Vereinigung Badisch-Pfälzischer Karnevalvereine) gratulierte zu ihren Leistungen und dem erneuten Bundessieg.
Erfolg entsteht gemeinsam.
Für den BICC ist dieser Erfolg vor allem eines: ein Gemeinschaftswerk. Hinter den Auftritten stehen viele Stunden Vorbereitung – im Training ebenso wie im Hintergrund. Bühnenbilder werden gebaut, Fahrten organisiert, Übernachtungen ermöglicht.
Die Trainerin, Familien der „Rotznaase" und Verein tragen diesen Weg gemeinsam und schaffen die Voraussetzungen, damit junge Talente sich entfalten können. Jean Baty betont. „Ohne die große Unterstützung der Familien und des Vereins wäre das nicht möglich.“
Auch auf Vereinsebene ist die Wertschätzung groß. Und es gibt ein eigener @Rotznaase" Fanclub, der immer mitreist.
Stefan Werle, 1. Vorsitzender des BICC, sagt. „Als Verein sind wir besonders stolz auf unsere Jugendarbeit in allen Bereichen und darauf, junge Talente auf ihrem Weg begleiten und fördern zu dürfen. Die Entwicklung von Lina und Frieda seit ihren ersten Auftritten mitzuerleben, erfüllt uns mit großer Freude. Zwei Bundessiege innerhalb von vier Bühnenjahren sind eine außergewöhnliche Leistung und ein wunderbarer Beleg für ihren Fleiß, ihr Talent und ihre Leidenschaft für die Bütt." Text. sp. Fotos. BICC.