Insbesondere morgens und abends verzeichneten die VG-Werke Edenkoben in den jüngsten Tagen Spitzenverbräuche in allen 14 Gemeinden und der Stadt Edenkoben, die weit über die Versorgung mit Trinkwasser hinaus gehen.
Derzeit Verbrauch mehr als doppelt so viel.
Am 3. April haben die Wasserwerke und Hochbehälter der VG-Werke in der Spitze knapp 200 Kubikmeter Wasser pro Stunde verlassen. Im Vergleich dazu wurden am Dienstag, 23. Juni, um zirka 7 Uhr Spitzenwerte von rund 430 Kubikmeter pro Stunde gemessen.
Belastungsspitzen nicht auf Dauer aushalten.
Werkleiter Martin Hanke. „Noch drastischer sieht es aus, wenn wir die Wasserverbräuche für unser gesamtes Gebiet vergleichen. Die Trinkwasserversorgung, mit Verbräuchen, wie wir sie in kühleren Phasen haben, ist noch auf Jahrzehnte gesichert. Aber. Die Belastungsspitzen, wie sie momentan auftreten, machen unser System sehr fragil und die halten wir auf Dauer nicht durch.
Garten- und Poolbewässerung sofort einschränken.
Die Verbrauchsspitzen in den heißen Tagen entstehen hauptsächlich durch Rasenberegnung, Betrieb von privaten Pools und Gartenbewässerung. Aus diesem Grund sollten diese Tätigkeiten sofort eingeschränkt werden. Bereits jetzt ist das Wasserwerk gezwungen die Wasserabgabe einzuschränken. Dafür wird für das Gäu kurzzeitig der Wasserdruck gesenkt, was automatisch zu weniger Verbrauch führt. Leider betrifft das hauptsächlich die höher gelegenen Ortschaften, wie Venningen, Kleinfischlingen und Großfischlingen."
Der Werkleiter weiter. „Nur gut, dass wir unsere Anlagen seit Jahren erweitert haben. Zum Beispiel wurde 2016 das Wasserwerk Venningen mit mehr Speichervolumen und moderner Aufbereitungstechnik erweitert. Ebenso wurde 2017 ein weiterer Tiefbrunnen errichtet.
Appell. Wasser sparen bitte auch umsetzen.
Eberhard Frankmann. „Mir stellt sich die Frage, ob wir zur Sicherstellung der Wasserversorgung an jedem einzelnen Spitzenverbrauchstag zukünftig viel Geld in nicht absehbarer Höhe investieren, die dann natürlich die Wasserbezugskosten in die Höhe treiben? Die Antwort kann ja nur lauten, diesen Weg nicht zu gehen. Viel zielführender ist es, wenn der Appell, gerade in Situationen wie aktuell Wasser zu sparen, nicht nur Gehör findet, sondern auch praktiziert wird. Jeder Einzelne und jede Einzelne ist gefragt, einen Beitrag zur Verbrauchsreduktion in der jetzigen Situation und darüber hinaus zu leisten und nicht nur die eigenen Bedürfnisse zu sehen und danach zu handeln." Symbolfoto. Pixabay. Frei.